Am Ende sollte es einfach nicht sein. Die Kassel Huskies haben das zweite Halbfinalspiel bei den Ravensburg Towerstars mit 1:4 verloren. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung verwehrte den Nordhessen die 2:0-Serieführung. Stattdessen glichen die Oberschwaben in eigener Halle aus.

Von Beginn an war zu merken, dass das Kasseler Spiel nicht so richtig lief. Bester Beleg dafür waren gleich X Überzahlsituationen, die die Mannschaft von Tim Kehler alleine im ersten Drittel ungenutzt ließen. In der 11. Minute zeigten die Gastgeber dann den Schlittenhunden, wie man ein Powerplay nutzt. David Zucker verwertete mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis zur Towerstars-Führung. Weitere Huskies-Chancen waren im ersten Drittel dagegen eher Mangelware.

Auch im zweiten Drittel setzte sich die Kasseler Harmlosigkeit fort. Die Huskies hatten zwar mehr von der Partie, konnte dieses leichte optische Übergewicht aber nicht in zählbares ummünzen. Viel zu oft scheiterten die Nordhessen am gut aufgelegten Olafr Schmidt. Beste Gelegenheiten wie durch Laub nach schönem Keussen-Querpass und bei einer Doppelchance in Überzahl von Cornet und Rutkowski ließen die Nordhessen ungenutzt. Und so kam es wie es kommen musste. Nach einem Fehler hinter dem eigenen Gehäuse stand EVR-Topscorer Czarnik goldrichtig und musste nur noch zum 2:0 einschieben (30.) Drei Minuten vor Drittelende konnte John Henrion dann sogar auf 3:0 erhöhen. Der US-Amerikaner zog aus vollem Lauf einfach mal ab und sein Schuss fand den Weg über den Innenpfosten ins Kasseler Tor.

Das Schlussdrittel lief in weiten Teilen wie die 40 Minuten zuvor. Allerdings konnten die Nordhessen den Druck weiter erhöhen gegen müdere Ravensburger, denen die kürzere Bank anzumerken war. Aber nach wie vor bestand das Problem, die Scheibe über die Linie zu bringen. Selbst wenn Towerstars-Schlussmann Schmidt schon geschlagen zu sein schien, schafften es die Huskies nicht die Scheibe im Tor unterzubringen. So wie während einer der vielen Überzahlgelegenheiten. In der 44. Minute fiel dann der langersehnte erste Kasseler Treffer. Kapitän Denis Shevyrin schlenzte die Scheibe in Überzahl in die Maschen. Die Huskies machten weiter Druck, der Erfolg blieb aber aus. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Tim Kehler seinen Torhüter Jerry Kuhn zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was aber nicht zünden sollte. 47 Sekunden vor dem Ende machte Henrion ins verwaiste Tor den Deckel auf die Partie.

Spiel drei der Halbfinal-Serie steigt am kommenden Freitag (19:30 Uhr) in Kassel. Durch den Serienausgleich der Towerstars steht zudem auch fest, dass sich beide Teams am Sonntag zu Spiel vier in Oberschwaben wiedersehen.

 

Foto: Kim Enderle / DEL2