Dritter Sieg im dritten Spiel! Die Kassel Huskies haben dank eines 9:6-Heimerfolgs gegen die Heilbronner Falken das Playoff-Halbfinale erreicht.

In einer turbulenten Partie fiel die Entscheidung dabei erst in der 55. Minute. Einen feinen Querpass von Philippe Cornet verwertete Ryan Olsen am langen Pfosten zum 7:6 aus Huskies-Sicht. Da kurz darauf auch Oliver Granz per Schlenzer von der blauen Linie und wiederum Olsen ins verwaiste Falken-Tor trafen, war der Halbfinaleinzug der Schlittenhunde perfekt.

Aber der Reihe nach. Wie schon in Spiel zwei kamen die Nordhessen gut aus der Kabine und gingen prompt in Führung. Troy Rutkowski hatte bei seinem Versuch aber auch Glück, dass ihn Gervais unhaltbar abfälschte (2.). In der 10. Minuten konnten die Hausherren dann verdient erhöhen. Paul Kranz traf aus kurzer Distanz per Rebound. Die Falken kamen aber sofort zurück. Nur rund eine Minute nach Kranz 2:0 markierte Dylan Wruck den ersten Treffer der Gäste. In einem torreichen ersten Drittel fanden die Huskies aber eine Antwort darauf. Und zwar gleich doppelt in Person von Ryon Moser. Erst bekam der Deutsch-Kanadier zu viel Platz von der Heilbronner Hintermannschaft, dann war er nach einem Cornet-Versuch per Bauerntrick erfolgreich. Da aber Wurck elf Sekunden vor Drittelende erneut treffen konnte, ging es mit einem 4:2 aus Huskies-Sicht in die erste Pause. Diese ließ dann etwas auf sich warten, da sich nach Ende des Drittels Falke Michael Knaub Huskies-Kapitän Denis Shevyrin schnappte und zum Faustkampf bat. Für Knaub war nach dieser Aktion die Partie vorzeitig beendet, da der Stürmer während der Auseinandersetzung seine Handschuhe auszog.

Das zweite Drittel hatte dann nicht mehr das hohe Tempo vom ersten Abschnitt. An Toren fehlte es dem Mitteldrittel aber auch nicht. Für die Huskies trafen Tim Lucca Krüger mit seinem ersten Profi-Playoff-Tor und Ryon Moser mit sattem Schuss zum Hattrick. Getrennt wurden diese Szenen von einem Doppelstreich der Unterländer. Beim Tor von Gervais konnte Jerry Kuhn nicht viel machen, Simon Thiel überwand den Kasseler Schlussmann in der 35. Minute dann per Rückhand aus spitzem Winkel.

Für den Schlussabschnitt war als Spannung vorprogrammiert. Und diese erhöhte sich nach gut zehn Minuten. Denn mit zwei sehenswerten Toren glich Falke Yannik Valenti die Partie aus. Erst war der Sohn von Huskies-Legende Sven in Überzahl erfolgreich, dann ließ er Kuhn mit einem platzierten Handgelenksschuss keine Chance. Doch die Huskies hatten ihre Antwort in Person von Olsen und Granz.

Für das Team von Tim Kehler steht nach einen freien Tag die Vorbereitung auf das am Sonntag beginnende Playoff-Halbfinale an. Wer dann der Gegner der Schlittenhunde ist wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Im ganz besonderen Fall sogar erst am Samstagabend.