Bayreuth, 27. November 2020. Vierter Sieg in Serie: Die Kassel Huskies konnten auch das Duell bei den Bayreuth Tigers für sich entscheiden. Nach turbulenten Schlussminuten setzten sich die Schlittenhunde mit 4:3 (1:0/0:1/2:2/1:0) nach Verlängerung durch.

Aber der Reihe nach: In einer defensiv geprägten Partie hatten die Huskies die ersten klaren Torgelegenheiten. In der achten Spielminute schickte Derek Dinger Corey Trivino mit einem langen Pass auf die Reise. Der Kanadier konnte seinen Alleingang aber nicht mit einem Treffer krönen. Drei Minuten vor Drittelende belohnten sich die Nordhessen dann. Ryon Moser eroberte die Scheibe hinter dem Tor, passte auf Eric Valentin und der Stürmer mit der Rückennummer 27 hatte keine Probleme den Puck an Timo Herden zum 1:0 vorbeizubringen.

Nach wenigen Augenblicken im zweiten Drittel musste die Huskies gleich eine brenzliche Situation überstehen. Denn mit Burns und Valentin saßen gleich zwei Huskies für anderthalb Minuten auf der Strafbank. Die Teamkollegen verteidigten diese Situation aber stark. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels verpassten es Valentin aus dem Gewühl und Shevyrin per Schlenzer an den Pfosten den zweiten Kasseler Treffer. Nach Fehler im Aufbau zeigte Jerry Kuhn mit einem unglaublichen Fanghandsave seine ganze Klasse und bewahrte sein Team vor dem Rückstand (28.) Kurz vor Ende der Drittelpause mussten die Huskies aber dennoch einen Gegentreffer hinnehmen. Ex-Husky Tyler Gron bekam die Scheibe über Umwege und netzte zum 1:1 ein (40.). Nur Sekunden zuvor hatte Brett Cameron per Alleingang die Riesenchance auf das 2:0.

Doch die Führung der Tigers hielt nicht lange. Eine Direktabnahme von Stephan Tramm fälschte Lukas Laub vor dem Tor zum 2:1 ab (42.). Anderthalb Minuten später hatte Laub erneut einen Treffer auf der Kelle. Nach gewonnenem Laufduell gegen Davis brachte der Stürmer die Scheibe aber nicht vorbei an Herden. Danach waren es die Tigers, die wieder zuschlugen. Timo Walther nutze einen Rebound per Flachschuss zum Ausgleich (46.). Sieben Minuten später gingen die Gastgeber sogar erstmals in Führung. In Überzahl wurde Martin Davidek am linken Pfosten freigespielt. Der Routinier schob das Hartgummi unter Jerry Kuhn zum 3:2 hindurch. Wer dachte, das Spiel sei nun entschieden, sah sich getäuscht. Die Huskies rannten weiter an und hatten klasse Chancen. Zunächst traf Corey Trivino in Überzahl nur die Latte, kurze Zeit später war Herden exzellent mit der Stockhand gegen Cameron zur Stelle. Gut eine Minute vor dem Ende nahm Tim Kehler Jerry Kuhn zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Huskies drückten auf den Ausgleich und wurden belohnt. 31 Sekunden vor dem Ende bugsierte Brett Cameron nach langem Gewühl vor dem Tigers-Tor den Puck zum hochverdienten 3:3 über die Linie.

In der Overtime sorgte dann Ryon Moser nach starker Vorarbeit von Rutkowski und Trivino für den 4:3-Siegtreffer. Das erste Saisontor des Deutsch-Kanadiers bescherte den Huskies den vierten Sieg in Serie.