Kassel, 18. Oktober, 2019. Um Haaresbreite hätte der Kasseler Angstgegner wieder zugeschlagen. Lange boten die Bayreuth Tigers den Kassel Huskies einen tollen Kampf, führten bis tief ins dritte Drittel, doch schlussendlich entschied Michi Christ mit zwei späten Toren die Partie zu Kassels Gunsten. 3:2 (1:1/0:1/2:0) lautete der Endstand.

Kaum war der Puck im Spiel, da hatten die 2.861 Zuschauer bereits den ersten Torschrei auf den Lippen, doch Corey Trivino brachte die Scheibe nicht an Timo Herden im Bayreuther Kasten vorbei (1.). Auf der Gegenseite kam auch Jerry Kuhn gut in die Partie; hielt stark gegen Busch (2.) und Davidek (6.). Doch kurz darauf leitete ein Lapsus des Kasseler Zerberus die Gästeführung ein. Hinter dem Tor vertändelte Kuhn die Scheibe, diese gelangte über Schmidt zu Rukajärvi und von dort ins Tor der Huskies (6.) – 0:1. Die Nordhessen hatten in der Folge Probleme in die Partie zu finden. Erst kurz vor Drittelende sollten die Schals in der Eissporthalle erstmals kreisen. Denis Shevyrin hatte aus vollem Lauf seinen Schlagschuss ausgepackt und Herden im langen Eck zum 1:1 überwunden (18.).

Doch auch der Ausgleich wollte den Knoten im Kasseler Spiel nicht lösen. Die Huskies waren um Kontrolle bemüht, sahen sich jedoch einem kampfstarken Gegner gegenüber. Insbesondere in Überzahl hatten die Gäste aus der Wagnerstadt beste Möglichkeiten auf die neuerliche Führung, doch Kuhn zeigte sich Mal um Mal als Meister seines Fachs. Mitten in eine Kasseler Drangphase hinein – Humphries scheiterte frei vor Herden und Karachun traf nur die Latte (beide 36.) – schlugen die Tigers erneut zu. Wieder war es ein Schuss von der blauen Linie, der – diesmal von Markus Lillich – abgefälscht den Weg ins Kasseler Netz fand (39.) – 1:2.

Mit dieser Hypothek gingen die Nordhessen ins Schlussdrittel. Die Schlittenhunde probierten viel, gelingen wollte jedoch wenig. Kirsch aus dem hohen Slot (44.), Humphries aus spitzem Winkel (48.), Moser per Bauerntrick (51.) – alle Versuche endeten beim souveränen Schlussmann der Bayreuther. Erst kurz vor Schluss schlug das Glück des Tüchtigen für die Huskies zu. Tiger Schmidt stolperte im Mitteldrittel über die Scheibe und eröffnete Spitzner den Konter. Der ECK-Youngster passte scharf auf den mitgeeilten Christ und dieser vollendete zum verdienten 2:2-Ausgleich (56.). Doch die Huskies wollten mehr! Kurz darauf erkämpften sich die Huskies abermals eine Scheibe tief im Gästedrittel, Michi Christ nahm Maß und jagte die Scheibe flach zum 3:2 ins Netz (59.). Und weil die nunmehr ermatteten Gäste aus Bayreuth keine Antwort mehr parat hatten, ergatterten die Huskies drei bereits verloren geglaubte Punkte.

Nun heißt es für die Nordhessen auf Reisen gehen! Am kommenden Sonntag, den 20.10.2019 gastieren die Schlittenhunde bei den Tölzer Löwen, ehe am Freitag, den 25.10.2019 das Auswärtsderby am Frankfurter Ratsweg ansteht. Zum nächsten Heimspiel empfangen Tim Kehlers Mannen am Sonntag, den 27.10.2019 den EHC Freiburg.