Sie waren die clevere und effektiver Mannschaft und fuhren am Ende den 19. Heimsieg der Saison ein. Die Kassel Huskies besiegten am Donnerstagabend die Ravensburg Towerstars nach einer guten Leistung verdient mit 5:1 (3:1/1:0/1:0).

Dabei sahen die personellen Vorzeichen vor dem Duell mit den Oberschwaben nicht gut aus. Denn mit Nathan Burns, Brett Cameron, Lukas Laub, Marc Schmidpeter, Philippe Cornet und Corey Trivino fehlten Trainer Tim Kehler gleich sechs Stammkräfte. Dafür gaben Vinny Saponari und Clarke Breitkreuz nach überstandener Verletzungspause ihr Comeback.

Unbeeindruckt vom dezimierten Kader starteten die Hausherren gewohnt gut ins Spiel und hatten nach 35 Sekunden die erste Großchance. Ryan Olsen scheiterte im Alleingang an EVR-Goalie Schmidt. Für den ersten Treffer des Abends sorgten aber die Gäste. In Überzahl fand der Puck über Umwege die Kelle von Olivier Hinse, der diesen zur Towerstars-Führung über die Linie brachte. Die Antwort der Huskies ließ etwas auf sich warten, kam dann aber gleich doppelt. Denis Shevyrin knallte die Scheibe aus dem linken Halbfeld unhaltbar unter die Latte. 55 Sekunden später verwandelte Ryon Moser einen Rebound per Bauerntrick zum 2:1. Nachdem ein Ravensburger Tor in der 16. Minute die Gültigkeit abgesprochen wurde, gelang den Schlittenhunden noch vor der ersten Sirene der dritte Treffer. Troy Rutkowski bekam von der Gäste-Hintermannschaft zu viel Platz und nutzte dies gekonnt zum 3:1.

Im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Teams zu Beginn. Technische Unsauberkeiten auf beiden Seiten ließen keine Torchancen zu. Diese Phase konnten die Nordhessen in der 30 Minute durch Lois Spitzner durchbrechen. Der Stürmer erarbeitete sich das Spielgerät, zog zentral vor das Tor und überwand Schmidt zum 4:1. Für den Ravensburger Schlussmann war die Partie damit vorzeitig beendet. Jonas Langmann rückte für ihn zwischen die Pfosten. Die Huskies machten fortan weiter Druck und wollten früh für die Entscheidung sorgen, allerdings ohne Erfolg. In der 32. Minute trudelte das Hartgummi durch den Ravensburger Torraum, ohne einen Abnehmer zu finden, gut 60 Sekunden später versuchte es Paul Kranz aus kurzer Distanz vergeblich und vier Minuten vor Drittelende scheiterte Krüger in Überzahl an Langmann.

Der Schlussabschnitt war keine drei Minuten alt, da sorgten die Huskies dann doch für die Entscheidung des Spiels. Ryon Moser machte mit seinem zweiten Treffer des Abends alles klar. Die letzten Minuten spielten die Nordhessen souverän herunter und fuhren, trotz der Ausfälle von sechs Spielern, einen weiteren Erfolg ein.