Kassel, 15. Januar, 2020. Kurz vor Weihnachten vermeldeten die Kassel Huskies in Curtis Gedig einen Neuzugang (28). Der Kanadier mit deutschem Pass trainierte sich an das Team heran und debütierte im neuen Jahr. Jetzt sprach Martin Milbredt vom Medienteam der Kassel Huskies mit dem Ex-DEL-Spieler.

Curtis, stell dich bitte vor. Wie verbringst du gerne die Zeit außerhalb der Eishalle?
Ich verbringe gerne möglichst viel Zeit im Freien, in dem ich zum Beispiel mit meinem Hund spazieren gehe oder eine Runde Golf spielen. Sobald es draußen schön wird, findet man mich draußen.

Du hast vier Jahre lang an der Ohio State Universität studiert und Eishockey gespielt. Welche Fächer hast du in dieser Zeit belegt und welche Berufe interessieren dich für die Zeit nach deiner Eishockey-Karriere?
Ich habe Sportwissenschaften studiert und Jura als Nebenfach gehabt. Es hat praktisch alles in und um den Sport abgedeckt. Bezüglich meines Traumberufes habe ich mich noch nicht entschieden. Früher habe ich mich für Architektur und Ingenieurwissenschaften interessiert, aber diese Fächer neben dem Eishockey zu studieren wäre einfach zu aufwendig gewesen.

Die New Jersey Devils haben dich im NHL-Draft 2009 ausgewählt. Waren die Devils auch eine deiner Lieblingsmannschaften?
Ich glaube meine absolute Lieblingsmannschaft waren sie nicht unbedingt, da ich, glaube ich, auch nie eine richtige Lieblingsmannschaft hatte. Ich war aber dennoch einfach unglaublich glücklich und aufgeregt im Draft ausgewählt zu werden, wäre aber gerne an früherer Stelle ausgewählt worden.

Anschließend hast du im Rookie Camp der Devils teilgenommen. Wie war diese Erfahrung für dich und konntest du anschließend auch an der Vorbereitung der NHL-Mannschaft teilnehmen?
Im Camp einer NHL-Organisation zu sein hat sich natürlich super angefühlt. Es war schon cool zu sehen, wie und wo NHL-Mannschaften trainieren und wie professionell eine NHL-Organisation arbeitet. Die Devils haben Wert auf jedes noch so kleine Detail gelegt und alles getan, damit sich die Spieler möglichst wohl fühlen und sich auf das Spiel und die Saison vorbereiten können. Sowas hautnah zu beobachten war schon äußerst interessant. Leider durfte ich als College-Spieler nicht am späteren Trainingscamp der NHL-Mannschaft der Devils teilnehmen. Nach meiner Zeit in Ohio habe ich dann aber beim Camp der Calgary Flames teilnehmen dürfen.

Wenn du einen ehemaligen Mitspieler nach Kassel holen dürftest, für wen würdest du dich entscheiden?
Ich glaube ich würde mich für Myles Bell entscheiden. Er hat seine Karriere bereits beendet, aber wir hatten während meiner ersten Spielzeit in Norwegen ein wirklich tolles Jahr zusammen und kannten uns auch schon vorher ein wenig. Witzigerweise haben wir uns übrigens im Rookie Camp der Devils kennen gelernt.

In der Saison 2017-2018 hast du zusammen mit Spencer Humphries bei den Stavanger Oilers in Norwegen in einer Mannschaft gespielt. Hast du dich vor deinem Wechsel nach Kassel bei Spencer über die Huskies informiert?
Ja, ich habe mich bei Spencer über die Organisation und die Mannschaft schlau gemacht. Als Spieler sollte man sich immer über die Vor- und Nachteile eines Standorts informieren.
Wir haben in Stavanger eine Zeit lang auch in einer Reihe gespielt. Obwohl er und ich die Liga damals in Verteidiger-Toren angeführt haben, war der Trainer jedoch nicht der Meinung uns in den beiden ersten Verteidigerpaaren spielen zu lassen. So haben wir beide nicht ganz die Rolle gespielt, die wir eigentlich gerne gehabt hätten. Aber auch das gehört zum Eishockey dazu.