Derbysieger. Tabellenführer. 14 Heimsiege in Serie. Die Kassel Huskies haben sich nach der Niederlage bei den Heilbronner Falken eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit einem 4:1-Derbysieg gegen den ewigen Rivalen aus Frankfurt feierten die Schlittenhunde einen weiteren Triumph in einer bislang so erfolgreichen Saison.

Den Start ins Spiel hätten sich die Huskies wohl kaum besser ausmalen können. Nachdem zunächst Cornet die erste gefährliche Chance vergab, brachte Joel Keussen die Hausherren in Front. Keine 90 Sekunden waren gespielt, da schaltete sich der Verteidiger in die Offensive ein, verlud gekonnt Löwen-Goalie Kucis und schob mit einer Hand zum 1:0 ein. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Die beste Gelegenheit für die Schlittenhunde hatten Cornet und Olsen, die einen zwei-auf-eins Konter allerdings nicht gewinnbringend abschließen konnten.

Auch im zweiten Drittel waren es die Nordhessen, die sich erste gute Abschlusssituation erspielten. Ryan Olsen tauchte frei vor Kucis auf, konnte diesen aber nicht überwinden. Nachdem Eric Valentin kurze Zeit später für eine Behinderung auf die Strafbank musste, schlugen die Löwen zu. Der erst kürzlich zurückgekehrte Max Faber schlenzte von der blauen Linie die Scheibe zum Ausgleich in die Maschen (29.). Unbekümmert vom Gegentreffer spielten die Huskies weiter nach vorne und verpassten nur knapp die erneute Führung. Olsen scheiterte in Überzahl an der Latte. Gut zweieinhalb vor der zweiten Sirene holten die Huskies den Treffer aber nach. In einem weiteren Powerplay traf erneut Joel Keussen, diesmal mit einem satten Schuss von der blauen Linie. 2:1 nach 40 Minuten.

Den Schwung der Führung nahm das Team von Tim Kehler direkt mit in den Schlussabschnitt. Nach gerade einmal 37 Sekunden verwertete Philippe Cornet einen Rebound nach Tramm-Schuss zum 3:1. Vier Minuten später war der Franko-Kanadier erneut frei vor Kucis und konnte vor der Frankfurter Defensive nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Penalty parierte der Löwen-Schlussmann mit seinem Schläger. So blieb das Spiel offen. Die Südhessen suchten nun vermehrt den Weg nach vorne, die Huskies konzentrierten sich aufs Verteidigen und warfen dabei alles in die Waagschale. Der Einsatzwille der Schlittenhunde zeigte sich vor allem in der 53. Minute, als Marco Müller in Unterzahl gleich zwei Löwen-Abschlüsse mit vollem Körpereinsatz blockte. Aber auch Goalie Jerry Kuhn stand dem im nichts nach. Kurz darauf sorgte der Torhüter mit einer überragenden Flugparade für die Szene des Abends. Die Löwen versuchten in den letzten Minuten alles, kamen aber nicht mehr an Kuhn vorbei. Und wenn der mal geschlagen war, dann verhinderte wer anders den Gegentreffer. Sowie wie drei Minuten vor dem Ende die Querlatte nach Kerbashian-Schuss. Auch eine drei-gegen-sechs Unterzahl in den letzten beiden Spielminuten überstanden die Nordhessen durch großen Kampf schadlos und feierten somit einen verdienten Derbysieg.

Das Team von Tim Kehler fuhr nach dem glorreichen 7:0-Erfolg Mitte Dezember somit den zweiten Derbyheimsieg dieser Saison ein. Es war zugleich der fünfte in Serie. Lange Zeit zum jubeln bleibt aber nicht, denn bereits am Samstag steht das Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren auf dem Programm.