Noch drei Siege bis zum großen Ziel! Ab Freitag starten die Kassel Huskies ins Finale um die DEL2-Meisterschaft. Dabei treffen sie, wie im letzten Kasseler DEL2-Finale 2016, auf die Bietigheim Steelers. Da beide Clubs vor der Saison die Unterlagen für einen Aufstieg eingereicht haben, wird zudem wieder einen sportlichen Aufsteiger in die DEL geben.

Wir werfen einen Blick auf die Finalserie Huskies gegen Steelers:

Die Historie

Wie bereits das Halbfinale gegen die Ravensburg Towerstars ist auch das Finale mit den Bietigheim Steelers eine Hommage an 2016. Denn auch da trafen sich beide Clubs im Endspiel. Es war bis zu dieser Saison die einzige Begegnung beider Städte in den Playoffs.

Die Vorzeichen sind nun allerdings genau umgekehrt. Damals waren die Steelers unangefochtener Hauptrundenmeister und zogen souverän ins Finale ein. Die Huskies starten als vierten in die Playoffs und setzten sich gegen Frankfurt und Ravensburg durch, ehe durch einen Sweep die DEL2-Meisterschaft gefeiert wurde. Nun starten die Schlittenhunde als bestplatzierter der Hauptrunde ins Endspiel, Bietigheim kommt nach Platz vier in der Vorrunde mit zwei Siegen im entscheiden Viertel- und Halbfinalspiel in dieses Finale.

Die Hauptrunde

Für die Kassel Huskies war die abgelaufene DEL2-Hauptrunde die beste seit dem Aufstieg aus der Oberliga 2014. Ganze 20 Punkte betrug der Vorsprung der Mannschaft auf die zweitplatzierten Tölzer Löwen. Wäre die DEL2-Hauptrunde nicht vorzeitig abgebrochen worden, hätten die Nordhessen sicherlich einen neuen Punkterekord aufgestellt.

Die Hauptrunde der Steelers lief zwar nicht so gut wie die der Nordhessen, dennoch waren die Ellentaler stets in der vorderen Gruppe vertreten. Nur am zweiten Spieltag rutsche das Team von Danny Naud aus den Top sechs. Zu Beginn der Saison waren die Bietigheimer auch Tebellenführer, ehre es am Saisonende zu Platz vier reichte.

Die Hauptrunden-Duelle

Die Steelers sind neben den Eispiraten Crimmitschau das einzige Team, gegen das die Huskies eine negative Bilanz in der Hauptrunde haben. Denn einem 3:1-Heimerfolg Mitte Dezember folgten zwei knappe und teils bittere Niederlagen. Mitte Januar drehten die Schlittenhunde ein 0:2 in ein 4:2, mussten sich aber in Overtime mit 4:5 geschlagen geben. Beim dritten Duell fiel der Steelers-Siegtreffer ganze zwölf Sekunden vor dem Ende. Die auf Ostermontag angesetzte vierte Partie fand aufgrund eines sich später bestätigten Corona-Verdachtsfalls im Team der Schwaben nicht statt.

„Die Hauptrundenduelle haben gezeigt, was für eine gute Mannschaft die Steelers haben“, erklärt Huskies-Trainer Tim Kehler. „Bietigheim ist ein herausragender Club mit herausragenden Spielern.“ Für den Kasseler Coach ist es daher auch ein würdiges DEL2-Finale. „Mit Respekt für Bad Tölz, Freiburg und Frankfurt sind wir die zwei besten Teams der Liga.“

Die Schlüsselspieler

  • Leon Doubrawa

Mit Leon Doubrawa steht bei den Steelers nur die eigentliche Nummer drei zwischen den Pfosten. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Jimmy Hertel (in Spiel zwei in Frankfurt verletzt raus) und Cody Brenner (zwar Playoff-Backup, aber noch nicht ganz fit) musste Doubrawa einspringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte er sein Spiel und verhalf den Steelers zum Finaleinzug.

  • Tim Schüle

Der gebürtige Bietigheimer ist mal wieder der Top-Verteidiger der Steelers. Seine zehn Scorerpunkte sind gleichzeitig Playoff-Bestwert unter den Verteidigern. Zusammen mit Allrounder Max Renner bildet Schüle das erste Verteidiger-Paar der Ellentaler. Mit einem Tor und einer Vorlage beim entscheidenden Spiel in Freiburg hatte der ehemalige DEL-Akteur auch seinen Anteil am Bietigheimer Finaleinzug.

  • Riley Sheen

Zehn Tore in zehn Spielen, dazu vier weitere Vorlagen. Riley Sheen ist bislang der Top-Scorer der DEL2-Playoffs. Sowohl in der Serie gegen Frankfurt als auch im Halbfinale gegen Freiburg war er der Unterschiedsspieler. In jedem der zehn Spiele markierte der 26-jährige Kanadier einen Scorerpunkt, gegen die Löwen traf er sogar in jedem Spiel. Auch während der Hauptrunde zeigte der Steelers-Top-Scorer seine Klasse mit 28 Toren (zwei davon gegen Kassel) und 33 Vorlagen.

Die Lage im Huskies-Rudel

Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Tagen im gewohnten Rhythmus auf die Serie gegen die Steelers vorbereitet. „Wir haben nichts an unserer Routine geändert und freuen uns auf das Finale. Wir sind bereit!“, so Tim Kehler.

Im ersten Finalspiel nicht mitwirken kann Eric Valentin, der noch gesperrt fehlen wird. Seine Sperre wäre eigentlich mit dem zweiten Spiel in Ravensburg erloschen, da die Partie aber nicht stattfand ist der Mittelstürmer auch am Freitag zum Zuschauen verdammt. Der restliche Kader ist derweil noch offen.

Für die gesamten Huskies-Organisation besteht mit der Meisterschaft die Möglichkeit nach elf Jahren wieder ins Eishockey-Oberhaus zurückzukehren. „Seit meiner Ankunft in Kassel war es unser gemeinsames Ziel eine Meistermannschaft aufzubauen und in die DEL aufzusteigen“, beschreibt Tim Kehler die Situation. „Dass wir nun diese Möglichkeit haben, ist etwas ganz Besonderes.“

Die Termine

Freitag,             14. Mai 2021     19:30 Uhr          Kassel Huskies vs. Bietigheim Steelers

Sonntag,           16. Mai 2021     17:00 Uhr          Bietigheim Steelers vs. Kassel Huskies

Dienstag,          18. Mai 2021     19:30 Uhr          Kassel Huskies vs. Bietigheim Steelers

Donnerstag,      20. Mai 2021     19:30 Uhr          Bietigheim Steelers vs. Kassel Huskies

Samstag,          22. Mai 2021     17:00 Uhr          Kassel Huskies vs. Bietigheim Steelers

 

Alle Playoff-Finalspiele gibt es live in Bild und Ton nur im Live-Stream von SpradeTV auf www.sprade.tv zu sehen.