Im fünften Playoff-Finalspiel um alles oder nichts mussten sich die Kassel Huskies am heutigen Tag mit 2:5 (1:1/1:0/0:4) geschlagen geben. Damit verpassten die Nordhessen den alles entscheidenden dritten Sieg in der Finalserie der DEL2 und den gleichbedeutenden Aufstieg ins Eishockey Oberhaus.

Mit dem Rückenwind von zwei Siegen in Folge gingen die Steelers in die heutige Partie. Doch auf den Schultern ihres Goalies Jerry Kuhn kämpften sich auch die Huskies in die Partie. Das Momentum blieb dennoch bei den Gästen. Gleich mit dem ersten Powerplay schlugen die Gäste zu. C.J. Stretch traf zunächst zwar nur den Pfosten, doch der Puck trudelte irgendwie über den am Boden liegenden Kuhn über die Linie (8.). Und die Huskies? Die taten sich zunächst schwer. Beinahe hätte Robert Kneisler nur kurz danach das zweite Tor erzielt, doch Kuhn hielt sein Team im Spiel. Erst mit einer Doppelchance von Clarke Breitkreuz kamen die Huskies besser in die Partie. Und tatsächlich glichen die Huskies zeitnah aus. Bei eigener Überzahl hatte sich Stephan Tramm an der blauen Linie ein Herz gefasst und den Puck an Doubrawa vorbei in die Maschen gejagt (15.).

Im zweiten Drittel rissen dann die Huskies die Spielkontrolle an sich. Rutkowski von der blauen Linie (21.) und Olsen über den linken Flügel (22.) leiteten einen guten Mittelabschnitt für die Nordhessen ein. In der 27. Minute schien der Knoten zu platzen. Vinny Saponari nahm über den rechten Flügel kommend mit der Rückhand Maß und versenkte die Scheibe passgenau am langen  Pfosten (27.). Und die Huskies blieben am Drücker. Allen voran Phil Cornet ließ reihenweise gute Chancen auf eine höhere Führung liegen (30., 33., 38.), so dass es mit der schon in den vergangenen beiden Partien verhängnisvollen ein Tore Führung für die Huskies ins Schlussdrittel ging.

Und wieder gelang den Steelers der Turnaround. Norman Hauner glich kurz nach Drittelbeginn in Überzahl zum 2:2 aus (45.), ehe Evan Jasper in der 49. Minute sogar auf 2:3 stellte. Das Spiel war gedreht, die Huskies am Zug. Doch die Steelers ließen ihrerseits nicht locker und hielten den Kasseler Angriffen stand. Mit tollen Paraden sicherte Doubrawa seinen Mannen die knappe Führung. Und gerade als die Steelers eine kritische Unterzahlsituation überstanden hatten, fiel die Entscheidung. Norman Hauner war über den rechten Flügel auf und davon gezogen und erwischte Jerry Kuhn auf dem falschen Fuß – 2:4, das Ende der Kasseler Träume. Dass Tim Schüle anderthalb Minuten vor Schluss gar noch den Puck zum 2:5 ins leere jagte, interessierte auf Kasseler Seite freilich niemanden mehr. Und während die Gäste nach Schlusspfiff ihre Freunde kaum in Worte packen konnten, gingen die Blicke der Huskies Spieler zumeist ins Leere.

Damit endete die Eishockeysaison 2020/21 für die Kassel Huskies in einer tränenreichen Niederlage gegen den neuen DEL2-Meister Bietigheim.