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Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 3.709 Zuschauern startete am heutigen Freitag die fünfte Jahreszeit aller Eishockeyfans. Zum Auftakt in die Pre-Playoffs begrüßten die Kassel Huskies in der heimischen Eissporthalle die Eispiraten Crimmitschau. Bis auf den langzeitverletzten Trivino konnte Cheftrainer Tim Kehler beim insgesamt fünften Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der laufen den Saison personell aus dem Vollen schöpfen.

Die Huskies legten los wie die Feuerwehr und belagerten das Tor von Eispirat Brett Kilar. Hennigs Rückhandschlenzer in der 3. Minute verfehlte jedoch ebenso das Ziel wie Meilleurs Versuch am kurzen Pfosten (4.). Auf der anderen Seite prüfte Vincent Schlenker Jerry Kuhn, doch auch der Kasseler Schlussmann kam gut in die Partie (4.). Doch die Huskies blieben spielbestimmend. Immer wieder sorgten sie mit offensivem Drang für gute Laune bei den Kasseler Fans. Diese fand ihren vorläufige Höhepunkt als ECK-Knipser Sylvestre im Powerplay am rechten Bullypunkt Maß nahm und den Puck passgenau im rechten Winkel versenkte (9.). Und der Blondschopf lief heiß. Wenige Minuten später hatte Sylvestre das zweite Tor der Huskies auf der Kelle, scheiterte im Break jedoch an Kilars Schonern. Und die Eispiraten? Von denen war bis hierhin wenig zu sehen. Doch getreu der alten Regel entpuppen sich diese Feststellung als gefährlich. Während Marco Müller auf der Sünderbank schmorte, nutzte André Schietzold den Platz und überwand Jerry Kuhn zum 1:1 (16.).

Auch im zweiten Drittel drückten zunächst die Nordhessen. Little prüfte Kilar in der 23. Minute, doch der Amerikaner im Tor der Eispiraten verhinderte den neuerlichen Rückstand. Geschlagen war Kilar dann eine Minute später. In Überzahl hatte Andy Reiss Derek Dingers Schuss von der blauen Linie unhaltbar abgefälscht und seine Mannen wieder in Führung gebracht. In der Folge ließen die Kasseler Stürmer in persona Sylvestre und Mueller beste Chancen auf eine höhere Führung liegen. Doch mit Fortdauer der Partie verloren die Nordhessen das Heft des Handelns zusehends aus den Händen. Und so kam es, dass die Eispiraten sich langsam aber sicher ins Spiel zurück kämpften. Zunächst glich der omnipräsente Pohl nach einem scharfen Querpass durch das Kasseler Drittel zum 2:2 aus (30.), ehe Julian Talbot wenig später gar die sächsische Führung besorgte (37.). Knüppeldick kam es für die Huskies kurz vor Ende des zweiten Drittels, als eine unglücklich abgefälschte Scheibe gar das 2:4 aus Sicht der Huskies bescherte (39.).

Mit der hohen Hypothek von zwei Toren Rückstand ging es ins Schlussdrittel. Doch das Bild blieb das gleiche. Die Huskies rannten an, trafen Kilar und Pfosten – doch der Torerfolg war abermals ein sächsischer. Vincent Schlenker überwand Kuhn im Konter zum vorentscheidenden 2:5 (43.). Trotz einer Aufholjagd mit Treffern zum 3:5 durch Little (53.) und 4:5 durch Sylvestre (59.).

Damit stehen die Huskies bereits vor dem zweiten Duell am Sonntag mit dem Rücken zur Wand. Im Falle eines Kasseler Erfolgs im Crimmitschauer Sahnpark steigt Spiel drei der Serie am kommenden Dienstag in der Eissporthalle.