Ein erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende konnten die Kassel Huskies mit ihrem Sieg gegen die Dresdner Eislöwen am heutigen Abend verbuchen. Bei der Rückkehr von Ex-Trainer Rico Rossi in die Eissporthalle ging es jedoch knapper zu, als es das Endergebnis von 6:3 vermuten ließe.

Die Gäste aus der Elbmetropole begannen schwungvoll und durften sich bereits kurz nach Spielbeginn in Überzahl probieren. Marco Müller schmorte auf der Sünderbank und musste mit ansehen, wie Elvijs Biezais in der 5. Minute den Führungstreffer für die Dresdner erzielte. Der Lette hatte am linken Bullypunkt Maß genommen und passgenau über Jerry Kuhns Schulter ins Kreuzeck getroffen. Doch wie schon zuletzt zeigten sich die Huskies vom frühen Rückständen unbeeindruckt. Nur anderthalb Minuten später ergatterte Justin Kirsch im Slot stehend die Scheibe und jagte den Puck per Handgelenkschuss in den Knick – 1:1. Und die Partie blieb spannend. Humphries scheiterte kurz darauf am Pfosten, Kuhn rettete gegen Rupprich. Einem Kasseler Treffer am nächsten kam Alex Karachun, dessen Schuss vom linken Bullypunkt erst auf der Torlinie gestoppt werden konnte. Kurz vor Drittelende hätte Ex-Husky Toni Ritter fast noch für die kalte Dusche gesorgt, doch mit gemeinsamen Kräften verhinderte die Kasseler Defensive den zweiten Dresdner Treffer.

Kurz nach Wiederbeginn kreisten die Schals der 2.586 Zuschauer aber erneut im Takt zu Rama Lama Ding Dong. In Überzahl hatte erneut Spencer Humphries an der blauen Linie Maß genommen, nun aber das Netz statt des Pfostens getroffen – 2:1. Doch wieder sollte die Führung nicht von Dauer sein. In der 24. Minute schlugen die Dresdner erfolgreich zurück. Jordan Knackstedt eilte im Konter auf und davon und überwand Kuhn über die rechte Schulter zum 2:2. Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften größtenteils. Lediglich Alexander Karachuns Kracher an die Latte in der 37. Minuten sei an dieser Stelle erwähnt.

Mit ungewöhnlich schweren Beinen kamen die Huskies ins dritte Drittel. In dieser Phase mussten sich die Mannen von Tim Kehler bei ihrem Goalie Jerry Kuhn bedanken, der sein Team mit Paraden gegen Lamoureux (42. und 47.) und Ritter (44.) im Spiel hielt. In der 52. Minute drohte den Nordhessen die Partie dann aber zu entgleiten.

Knackstedt hatte sich ins Kasseler Drittel getankt, zu Mitchell vors Tor gepasst und dieser auf 2:3 gestellt. Doch hängende Köpfe suchte man im Husky-Rudel vergeblich. Wieder hielt eine Führung nicht lange und Lois Spitzner stellte – unter Mithilfe von Knackstedts Schlittschuh – auf 3:3 (54.). Und die Huskies blieben dran. In doppelter Überzahl war es wieder Humphries, der den Puck per Direktabnahme über Eisenhuts Schulter in die Maschen jagte – die Partie war gedreht: 4:3 (57.). Handgestoppte neun Sekunden später folgte aber schon der nächste Torjubel des Kasseler Publikums. Vom Bully weg hatte Kirsch den Weg ins Dresdner Drittel gefunden, Mueller angespielt und dieser auf 5:3 gestellt. Den Schlusspunkt unter eine eigentlich hart umkämpfte Partie setzte Noureddine Bettahar, der zum 6:3-Sieg ins leere Tor traf.

Weiter geht es für die Huskies bereits am kommenden Mittwoch, den 2. Oktober. Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit (Rahmenprogramm u.a. mit live gesungener Nationalhymne) gastieren die Bietigheim Steelers in der Kasseler Eissporthalle. Erstes Bully ist um 19:30 Uhr.

Foto: JMD