Mit einem spannenden 4:3 (1:0/2:1/1:2)-Sieg setzten sich die Kassel Huskies am heutigen Sonntag gegen die Heilbronner Falken durch. Die Partie auf Messers Schneide entschied sich erst Sekunden vor Schluss, als Ryon Moser den umjubelten Siegtreffer erzielte. 

Ohne den angeschlagen Corey Trivino gingen die Huskies zu Werke. Gegen den zuletzt an Inkonstanz kränkelnden Tabellenvierzehnte drückten die Huskies von Beginn an aufs Gas. Olsen tauchte nach 120 Sekunden erstmals vor Matthias Nemec im Tor der Falken auf, doch der gebürtige Tscheche im Kasten der Käthchenstädter zeigte sich hellwach. Und auch gegen Clarke Breitkreuz, der es wenige Minuten später aus spitzem Winkel versuchte, war Nemec auf dem Posten. Doch dann war auch der Falken Zerberus machtlos. Troy Rutkowski hatte am linken Bullykreis Maß genommen, Nemec auf dem falschen Fuß erwischt und die Scheibe an Nemec vorbei in die Maschen befördert (6.). Im weiteren Verlauf des Drittels fanden dann auch die Gäste aus Heilbronn besser in die Partie. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich ließ Falken-Stürmer Simon Thiel liegen, der in der 13. Minute per Rückhandversuch an Leon Hungerecker scheiterte.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offensivgeprägtes Spiel, bei dem sich beide Torsteher auszeichnen konnten. Zunächst zeigte Hungerecker in der 25. Minute sein ganzes Können, als er gegen Matt Neal den frühen Ausgleich verhinderte. Postwendend schlugen dann jedoch die Huskies zu. Kapitän Denis Shevyrin nutzte den Verkehr vor Nemec optimal und jagte die Scheibe an Freund und Feind vorbei ins Tor – 2:0. Die Schlittenhunde drängten sofort auf den dritten Treffer. Doch sowohl Dinger im Konter (26.) als auch Youngster Tramm kurz darauf (27.) trafen mit ihren Abschlüssen lediglich das Gestänge. Doch auch die Falken blieben gefährlich. Zunächst scheiterte Josh Nicholls im Slot (30.) und auch Topscorer Dylan Wruck machte es kurz darauf nicht besser (33.). Erst Ex-Husky Matt Neal machte es besser. Der Kanadier vollendete einen starken Falken-Konter über Pierre Preto und verkürzte auf 2:1. Die Huskies behielten jedoch einen kühlen Kopf und suchten ihr Heil weiter in der Offensive. Und der Torjäger vom Dienst, Philippe Cornet lieferte. Im Powerplay jagte Rutkowski zum dritten Mal die Scheibe ans Heilbronner Gestänge. Von dort aus sprang die Scheibe direkt zu Cornet, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte und auf 3:1 stellte (37.).

Die Vorentscheidung? Mitnichten. Im dritten Drittel spielten die Falken nochmal richtig groß auf. Und binnen zwei Minuten kamen die Unterländer zurück in die Partie. Zunächst hielt Pierre Preto die Kelle in einen Schuss seines Bruders und verkürzte auf 3:2 (48.). Doch damit nicht genug. Kaum eine Minute vollendete Wruck einen Konter über Justin Kirsch zum 3:3, indem er Hungerecker die Scheibe zwischen den Beinen durchschob. Und die Falken wollten mehr. Immer wieder schnürten die flinken Stürmer die Kasseler Defensive ein, fanden ihren Meister jedoch im Kasseler Zerberus. Doch kurz vor Schluss gelang den Nordhessen der Lucky Punsh. Schon als die letzte Spielminute angebrochen war, startete Ryan Olsen einen letzten Anlauf über den rechten Flügel. Mit einem feinen Pass fand er den mitgeeilten Ryon Moser, der Nemec aus nächster Nähe keine Chance ließ – 4:3. Die Falken warfen zwar nochmal alles nach vorne, doch am Ausgang der Partie vermochte das nichts mehr ändern.