Nur noch ein Sieg bis zum Finale! Die Kassel Huskies haben sich dank eines 7:3-Heimerfolgs im dritten Halbfinalspiel den ersten Matchpuck für das Playoff-Finale gesichert. In einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie setzten die Nordhessen im Schlussdrittel dank ihrer körperlichen Überlegenheit durch und fuhren den zweiten Sieg in der „Best-of-Five“-Serie ein.

Personell traten die Nordhessen im Vergleich zu Spiel zwei leicht verändert an. Für den gesperrten Eric Valentin rückte Tim Lucca Krüger in den Kader. Lois Spitzner, der in Ravensburg noch verletzt raus musste, konnte dagegen glücklicherweise wieder mitwirken.

Den Schlittenhunden war von der ersten Minute anzumerken, dass sie eine Reaktion auf die bittere 1:4-Niederlage vor zwei Tagen geben wollten. Kaum wiederzuerkennen war die Mannschaft von Tim Kehler bereits im ersten Wechsel des Spiels. Und das Beste aus Kasseler Sicht: Die Huskies belohnten sich gleich. Eine Trivino-Hereingabe fälschte Lukas Laub regelkonform mit seinem Schlittschuh ins Ravensburger Tor ab. 33 Sekunden waren da gerade einmal gespielt. Die Towerstars brauchte eine Weile, um sich vom Kasseler Druck zu befreien, hatten dann aber durch Kozek und Henrion ihre ersten Gelegenheiten. Ansonsten bestimmten die Nordhessen weitestgehend die Partie gegen dezimierte Towerstars, die mit nur 13 Feldspielern anreisten.

Und wie schon in Durchgang eins kamen die Hausherren auch zum zweiten Drittel wie die Feuerwehr aus der Kabine. Nach nur zwölf Sekunden hatte Vinny Saponari freie Bahn, allerdings stand der Pfosten einer erneuten Huskies-Führung im Weg. Diese besorgte gut anderthalb Minuten später Ryan Olsen, der mit einem platzierten Handgelenksschuss Olafr Schmidt im Towerstars-Kasten keine Chance ließ. In einer intensiv geführten Partie versuchten es die Gäste immer wieder mit Kontern, während die Huskies an ihr druckvolles Angriffsspiel aus der Hauptrunde anknüpfen konnten. Jedoch markierte James Bettauer in der 28. Minute etwas aus dem Nichts den Ausgleich. Der Schuss des Deutsch-Kanadiers wurde dabei unhaltbar für Jerry Kuhn abgefälscht. Der musste kurz darauf seine ganze Klasse zeigen. In Unterzahl wollte der Kasseler Schlussmann eine Scheibe hinter dem Kasten stoppen, doch wurde der Puck von der Bande vor das Tor abgefälscht. Kuhn reagierte blitzschnell und parierte sehenswert gegen den einschussbereiten Bettauer. Gut vier Minuten vor Drittelende war er dann aber machtlos, als Henrion mit einem verdeckten Schuss die Gäste erstmals an diesem Abend in Führung brachte. Doch die Huskies hatten eine Antwort auf den Treffer. 29 Sekunden vor Drittelende beförderte Vinny Saponari die Scheibe per Bauerntrick vorbei an EVR-Goalie Schmidt.

Im Schlussdrittel war beiden Teams zunächst anzumerken, nicht den entscheidenden Fehler machen zu wollen. Desto mehr die Partie ließ, wurden aber die körperlichen Vorteile der Huskies sichtbar. Und dies nutzen sie per Doppelschlag. Zunächst traf Joel Keussen, dessen Scheibe Schmidt durch die Beine passieren lassen musste, dann nutze Philippe Cornet in Überzahl ein super Zuspiel von Saponari. Fortan ließen die Nordhessen keinen Zweifel mehr aufkommen, wer sich den ersten Matchpuck für den Finaleinzug sichert. Und als Corey Trivino per Rebound sechs Minuten vor dem Ende und Ryon Moser ganze 22 Sekunden danach trafen war die Partie endgültig entschieden.

Somit können die Huskies am Sonntag den Einzug ins Playoff-Finale klar machen. Spiel vier der Halbfinale-Serie steigt dann ab 17 Uhr in Ravensburg. Wie gewohnt gibt es die Partie im Livestream auf www.sprade.tv.