Am Donnerstag geht es endlich los! Dann starten ab 19:30 Uhr die DEL2-Playoffs 2021. Für die Kassel Huskies sind es ganz besondere Playoffs, den erstmals seit 2008 können die Nordhessen wieder in die DEL aufsteigen. Es ist somit auch der Startschuss zur Kasseler Mission DEL.
Im Viertelfinale treffen die Schlittenhunde als souveräner Hauptrundenmeister auf den Achtplatzierten der Hauptrunde, die Heilbronner Falken.

Wir werfen vor der „Best-of-Five“-Serie einen Blick auf das Duell Huskies gegen Falken:

Die Historie

Noch nie zuvor gab es eine Playoff-Serie Kassel gegen Heilbronn. Zwar sahen sich beide Städte bereits 32-mal auf dem Eis, in der „geilsten Zeit des Jahres“ aber noch nie.

Die Hauptrunde

Anders als bei den Huskies verlief die reguläre Saison der Heilbronner Falken sehr durchwachsen. Der Überraschungs-Vierte der vergangenen Saison brauchte eine ganze Weile, um in der Hauptrunde anzukommen. Auch bedingt durch einige Corona-Fälle und dem damit schwer vorhandenen Spielrhythmus, kamen die Unterländer bis zum 46. Spieltag nicht über Platz neun hinaus. Durch einen starken Schlussspurt mit elf Siegen aus den letzten 20 Spielen kletterte die Mannschaft von Trainer Bill Stewart, der seit Mitte Februar das Amt des Falken-Coaches innehat, dann noch auf den achten Tabellenplatz und damit letzten Playoff-Rang. Huskies-Trainer Tim Kehler warnt aber vor dem Viertelfinal-Gegner: „Wir sehen das Duell mit Heilbronn nicht als typisches erster gegen achter. Die Falken haben in den letzten Spielen der Hauptrunde gezeigt welche Qualitäten sie haben und zählten in dieser Phase sicherlich zu den Top-Teams der Liga.“

Wie die Heilbronner Falken am Donnerstag in der Kasseler Eissporthalle auflaufen werden, steht derweil noch nicht fest. Durch einige Corona-Fälle musste sich das gesamte Team bis zum vergangenen Wochenende in Quarantäne begeben.

Die Hauptrunden-Duelle

Durch die kurz vor dem letzten Spieltag abgebrochene DEL2-Hauptrunde sahen sich Huskies und Falken in der regulären Saison 2020/21 nur dreimal. Eines haben diese drei Spiele gemeinsam, denn bei jeder Partie erzielte das Siegerteam vier Tore. Nachdem sich die Huskies Ende Januar durch ein spätes Tor von Ryon Moser knapp mit 4:3 durchsetzen konnten, gab es dieses Ergebnis auch vier Wochen später in Heilbronn. Damals gewannen die Nordhessen allerdings erst im Penaltyschießen. Das dritte Duell Anfang März ging dann mit 4:2 an die Falken.

Die Schlüsselspieler

  • Matthias Nemec/Florian Mnich

Sehr interessant ist die Frage, wer bei den Falken den ersten Start zwischen den Pfosten in den Playoffs bekommt. Eigentliche Nummer eins im Heilbronner Tor ist Routinier Matthias Nemec. Der 30-Jährige verlor in den vergangenen Partien seinen Platz aber an Youngster Florian Mnich. Durch eine Verletzung Nemecs durfte der 21-jährige Förderlizenzspieler der Adler Mannheim in der DEL2 ran und machte seine Sache gut. So gut, dass ihn Trainer Bill Stewart in den letzten sieben Hauptrundenspielen in Serie im Tor startete.

  • Kevin Maginot

42 Punkte in 49 Spielen – so lautete die Bilanz von Kevin Maginot, der seine beste DEL2-Saison überhaupt spielte. Der Ex-Husky ist damit auch Top-Verteidiger der Falken und unter den Top vier der DEL2. Der verletzungsbedingte Ausfall von US-Boy Ian Brady (nur zwei Spiele) konnte vom 26-Jährigen gut kompensiert werden. In den Playoffs wird der in Mannheim ausgebildete Maginot aber nun noch mehr Verantwortung im Heilbronner Spiel tragen müssen.

  • Dylan Wruck

Der 28-jährige Deutsch-Kanadier, der seit der vergangenen Saison für die Falken aufläuft, ist der absolute Schlüsselspieler der Heilbronner Mannschaft. Mit seinen 78 Punkten (23 Tore, 55 Vorlagen) war er nicht nur der mit Abstand beste Falken-Scorer, sondern auch die Nummer vier im ligaweiten Scorer-Ranking. Durch seine Größe von nur 1,75 Metern und seine exzellente Schlittschuhtechnik ist der quirlige Angreifer für jeden Verteidiger schwer zu bespielen. Dies zeigt auch seine Bilanz in den letzten zehn Partien, wo Wruck mindestens je einen Scorerpunkt sammeln konnte.

Die Lage im Huskies-Rudel

Ganze 18 Tage ist das letzte Saisonspiel der Kassel Huskies her. Mit 8:4 bezwungen die Schlittenhunde am Ostersamstag den EC Bad Tölz. Diese lange Zeit ohne Eishockey machte es dem Trainerteam um Tim Kehler nicht leicht in Sachen Playoff-Vorbereitung. „Zunächst war es für das ganze Team natürlich eine wohl verdiente Pause. Doch in den letzten Tagen war es für uns schon eine Herausforderung die Spieler in ‚game shape‘ zu halten“, so der Huskies-Trainer. „Wir haben die Zeit aber bestmöglich genutzt und freuen uns nun alle auf den Start der Playoffs.“

Wer für die Huskies am Donnerstag aufs Eis geht steht derweil noch nicht genau fest.

 

Alle Playoff-Spiele der Huskies gibt es im Live-Stream von SpradeTV auf www.sprade.tv zu sehen.