Es sollte noch nicht sein mit dem Titelgewinn für die Kassel Huskies. Mit einer kaum bitterer möglichen 4:5-Niederlage bei den Bietigheim Steelers glichen die Ellentaler die Finalserie aus. Der spielentscheidende Treffer fiel dabei ganze 1,5 Sekunden vor dem Ende.

Huskies-Trainer Tim Kehler nahm gegenüber der ebenfalls knappen Niederlage in Spiel drei zwei Änderungen vor. Ryan Olsen spielte nach abgesessener Strafe für Brett Cameron, Tim Lucca Krüger durfte für Michi Christ ran.

Den Start ins Spiel hatten sich die Nordhessen wohl ganz anders vorgestellt. Denn nach nur fünf Minuten lagen die Huskies mit 0:2 in Rückstand. Zwei Unachtsamkeiten in der eigenen Defensive nutzen die Steelers eiskalt aus. Erst verwertete Hauner einen Abpraller von der Scheibe hinter dem Tor, dann wurde Zientek im Slot völlig vergessen. Der Bietigheimer Stürmer nutze dies mit der Hilfe des Innenpfostens zum 0:2 aus Huskies-Sicht. Die Schlittenhunde erholten sich aber gut vom frühen Schock. In Folge war die Kehler-Truppe die spielbestimmende Mannschaft, verpasste es aber ihre Gelegenheiten zu nutzen. Gut zwei Minuten vor der ersten Sirene fiel dann aber doch der verdiente Anschlusstreffer. Und dabei halfen die Ellentaler sogar kräftig mit. Denn nach einem Olsen-Alleingang beförderte ein Steelers-Verteidiger die Scheibe ins eigene Tor.

Im zweiten Drittel setzten die Schlittenhunde ihr druckvolles Spiel fort. Und diesmal belohnten sie sich auch. Philippe Cornet zog über den rechten Flügel vors Tor und brachte die Scheibe über die Line. 2:2 nach 25. Minuten. Die Nordhessen drückten fortan weiter nach vorne und hatten Chancen. Ein Shevyrin-Schlenzer von der blauen Linie verfehlte das Tor aber knapp. Nachdem die Huskies eine Unterzahl-Situation stark überstanden, durften sie dann nach einigen nicht gegebenen Strafen auch erstmals im Powerplay ran. Ryan Olsen wusste dies prompt zu nutzen. Aus zentraler Position nagelte er die Scheibe unter die Latte. Die Huskies hatten das Spiel gedreht.

Doch zu Beginn des Schlussdrittels gaben die Blau-Weißen die Führung gleich wieder aus der Hand. Innerhalb von nur fünf Minuten schlugen die Steelers zweifach zu. Jasper überwand Jerry Kuhn per Bauerntrick und Wenzel schloss einen Drei-auf-Zwei Konter trocken ab. Jedoch zeigten auch die Huskies erneut ihre Comeback-Qualitäten. Lukas Laub drosch die Scheibe aus spitzem Winkel per Direktabnahme in die Maschen. Im weiteren Drittelverlauf verpassten sowohl Huskies als auch Steelers einen weiteren Treffer. Von Minute zu Minute wurde klar, dass der nächste Treffer wohl der entscheidende sein wird. Und dieser fiel für die Steelers. Anderthalb Sekunden (!) vor dem Ende netzte Schüle nach Jasper-Vorarbeit zum 5:4-Endstand ein.

Durch diese wohl kaum bitterer mögliche Niederlage gleichen die Bietigheimer die Finalserie mit 2:2 aus. Am Samstag ab 17 Uhr kommt es somit zum alles entscheidenden Spiel fünf. SpradeTV überträgt wie gewohnt live.