Landshut, 26. Januar, 2020. Dank eines Kraftaktes im dritten Drittel des Spiels, sowie eines Tores von Corey Trivino in der Overtime haben die Kassel Huskies ihr Auswärtsspiel in Landshut mit 6:5 gewonnen. Dabei holten die personal dezimierten Schlittenhunde einen zwischenzeitlichen 2:5-Rückstand auf.

Was für ein Spiel: Die Huskies drehen nach 2:5 noch die Partie und siegen 6:5. Foto: Christian Fölsner

Nach der knappen und unglücklichen 2:3-Heim-Niederlage in der Overtime am Freitag in der Eissporthalle war es das direkte Rückspiel. Für die Huskies stand wie am Freitag Jerry Kuhn im Tor, es fehlten neben Alexander Heinrich und Curtis Gedig, noch immer Derek Dinger und Richie Mueller, sowie Nathan Burns. Aus Wolfsburg waren weiterhin Maximilian Adam und Eric Valentin im Kader, auch Nick Walters stand wieder auf dem Spielbogen.

Duffys Treffer bringt die Führung

Und das Spiel ging nach dem Geschmack der fast 1000 mitgereisten Huskies-Fans los. Im Sonderzug waren sie angereist und sahen wie Topscorer Ben Duffy nach 12 Spielminuten das 1:0 für die Gäste aus Nordhessen erzielte. Doch: Noch im ersten Durchgang konnte Alex Ehl für die Hausherren egalisieren – keine drei Minuten vor dem Ende der ersten 20 Minuten.

Wilde acht Minuten kosten Huskies fast den Sieg

1:1 also – sollte es wieder ein enges Spiel werden, wie auch Freitag? Danach sah alles aus, bis die Huskies im Mittelabschnitt Strafe um Strafe kassierten – und dabei deutlich ins Hintertreffen gerieten. Zwar hatte Neu-Kapitän Denis Shevyrin das 2:1 für die Huskies nach nur 74 Sekunden im Mittelabschnitt erzielt, doch dann kam Landshut: Innerhalb von acht Minuten drehten Gollenbeck in einfacher Überzahl, Pompei in doppelter Überzahl, sowie Forster (Penalty) und Hayes ebenfalls bei numerischer Überlegenheit die Partie auf 5:2 und bestraften die Schlittenhunde konsequent dafür, Spieler auf der Strafbank sitzen zu haben. Immerhin: Duffys zweiter Treffer des Abends – ebenfalls bei einem Spieler mehr auf dem Eis – sorgte zwei Minuten vor der Pausensirene für Hoffnung auf das dritte Drittel.

Spannung pur im finalen Durchgang

3:5 aus Sicht der Schlittenhunde vor den dritten 20 Minuten. Jetzt musste gegen die starke Landshuter Defensive mit ihrem erfahrenen Neu-Keeper Dimitri Pätzold schon ein echter Endspurt her, um hier noch Zählbares mitnehmen zu können. Und die Huskies lieferten diesen Endspurt. Angetrieben von ihren fast 1000 Fans in der mit 4139 Zuschauern sehr lauten und stimmgewaltigen Landshuter Halle, stellte Michi Christ in der 47. Minute nach Bettahars Zuspiel den Anschluss her. Jetzt drückte Kassel, jetzt wollte das Team von Tim Kehler wenigstens die Verlängerung, die sich im Spiel am Freitag die Gäste durch späte Tore gesichert hatten. Und die Huskies schafften es: Tramm auf Carroll, von dort kommt die Scheibe zu Patrick Klöpper und der erzielt in der 53. Minute das 5:5. Wahnsinn, was ein Kraftakt der Mannschaft und was ein Tollhaus für die Fans. Am Ende standen im dritten Drittel 10:5 Schüsse auf der Habenseite der Huskies.

Nun also wieder Verlängerung, wie auch am Freitag, abermals viel Platz auf dem Eis – doch dieses mal jubelten am Ende die Huskies. Scalzo und Duffy standen mit Corey Trivino auf dem Eis und nach 2:17 Minuten in der Overtime war es Trivino, der für den Sieg, ohrenbetäubenden Jubel und den letztlich verdienten Extra-Punkt sorgte. Einer gut gelaunten Rückfahrt im Sonderzug stand demnach nichts mehr im Weg.

Da Freiburg zeitgleich in Dresden 2:5 verloren hat, bleiben die Huskies natürlich weiterhin Tabellenführer und empfangen am Freitag, 19.30 Uhr, die Füchse aus der Lausitz.

Tickets gibt es im VVK, an der Abendkasse, vor dem Spiel im Fanshop und immer im Onlineshop HIER