Kassel, 24. Juli 2019. Über die Sommerpause stellen die Kassel Huskies immer wieder ihre Neuzugänge in Sommerinterviews vor. Diesmal befragte Martin Milbredt aus dem Medienteam der Kassel Huskies Austin Carroll. Er sprach unter anderem über den NHL-Draft und seine Bekanntschaft mit Carter Proft.

 

Hallo Austin, wie läuft dein Sommer bisher?

Sehr gut, ich habe in British Columbia mit meiner Familie das „Canada-Day“-Wochenende verbracht und anschließend den „4. Juli“-Feiertag in Los Angeles gefeiert. Jetzt bin ich in Scottsdale, Arizona, wo ich den restlichen Sommer verbringen werde, ehe ich nach Kassel komme.

 

Vor kurzem war der NHL-Draft in Vancouver. Du wurdest im Jahr 2014 in der NHL von den Calgary Flames gedraftet. Stimmt es, dass die Flames die Lieblingsmannschaft deiner Kindheit waren?

Da ich in Calgary geboren und bis zu meinem siebten Lebensjahr dort aufgewachsen bin, waren die Flames mit Spielern wie Jarome Iginla meine absoluten Idole. Als es dann ausgerechnet die Flames waren, die mich beim Draft ausgewählt haben, ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ich werde diesen Moment nie wieder vergessen.

 

Wie hat es sich für dich angefühlt in den anschließenden Jahren das „flaming C“ der Flames auf deinem Trikot zu tragen und die NHL Trainings-Camps Seite an Seite mit NHL-Superstars wie Mark Giordano oder Johnny Gaudreau zu verbringen?

Ich hatte die Möglichkeit ein paar Vorbereitungsspiele für die Flames zu absolvieren und es hat mir die Augen geöffnet, wie talentiert die Spieler in der NHL wirklich sind. Es war eine tolle Erfahrung für mich.

 

Im Internet können die Fans auch eine Prügelei aus deiner Zeit in der WHL gegen Carter Proft finden. Proft hat drei Jahre lang in Kassel gespielt und spielt nun beim hessischen Rivalen aus Frankfurt. Erinnerst du dich an diese kleine Meinungsverschiedenheit?

Ja, das tue ich tatsächlich. Unsere Teams waren Kontrahenten in der WHL und er war immer ein unangenehmer, harter Gegenspieler, gegen den man nicht sonderlich gerne gespielt hat. Um ehrlich zu sein bin ich sogar überrascht, dass wir nur diesen einen Kampf hatten. Es wird sicherlich lustig zu sehen sein, wie sich unsere Duelle in der DEL2 fortsetzen.

 

Ist das physische Eishockey auch etwas, das du in der kommenden Saison mit nach Kassel bringen möchtest? Trainer Tim Kehler hat in einem Interview im Frühjahr gesagt, er möchte in der kommenden Saison eine schnellere und größere Mannschaft in Kassel sehen. Wie würdest du selber den Spieler Austin Carroll beschreiben?

Ich würde mich als Power Forward beschreiben, der auf dem Eis physisch präsent ist aber auch die Fähigkeiten und das Talent hat, Tore zu schießen.

 

Hast du bereits mit Tim Kehler über deine Rolle in der Mannschaft gesprochen?

Ich konnte bereits ein wenig mit Tim über meine Aufgabe in der Mannschaft sprechen und er möchte, dass ich meine Art Eishockey zu spielen auch hier in Deutschland fortsetze. Das heißt konkret, dass ich Härte und Leidenschaft mitbringen und der Mannschaft sowohl offensiv, als auch defensiv, weiterhelfen soll.

 

In Kassel wirst du auf weitere ehemalige WHL-Spieler wie Nick Walters, Ryon Moser, Justin Kirsch oder Nathan Burns treffen. Kanntest du die Namen deiner neuen Teamkollegen bereits? Oder vielleicht auch Trainer Tim Kehler, der ja ebenfalls aus dem westlichen Teil Kanadas kommt?

Ja, ich erinnere mich daran, bereits gegen den ein oder anderen der oben genannten Jungs in der WHL auf dem Eis gestanden zu haben und freue mich natürlich, jetzt mit ihnen gemeinsam in einer Mannschaft zu spielen. Tim hat mich sogar schon trainiert. Ich habe für eine Junior-A-Mannschaft Kanadas gespielt und wir haben mit Tim als Trainer an einem Turnier in Russland teilgenommen. Eine weitere unglaubliche Erfahrung meiner Karriere.

 

Also hatte er sicherlich auch einen Anteil daran, dass du in der kommenden Spielzeit das Trikot der Schlittenhunde trägst?

Ja, bereits für Tim Kehler gespielt zu haben war natürlich ein großer Faktor nach Kassel zu kommen. Ich habe aber auch sonst nur Gutes über Kassel und die DEL2 im Allgemeinen gehört.

 

Zum Abschluss: Was für ein Mensch ist Austin Carroll? Welche Hobbys hast du? Gibt es Lieblingsserien, ohne die du nicht leben kannst, oder eine absolute Lieblingsband, die du immer hörst?

Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, da ich ein absoluter Familienmensch bin und diese für mich einfach immer an oberster Stelle steht. Ich fahre in meiner Freizeit gerne Boot, mag es aktiv zu sein, zu wandern, schwimmen oder Beach Volleyball zu spielen. Ein Musik-Junkie bin ich um ehrlich zu sein weniger und höre einfach was meine Freunde oder Mitspieler so hören. Aber eine Lieblingsserie habe ich: Ich liebe die Sitcom „Friends“ und könnte tagelang nur „Friends“ schauen.