Sie haben es schon wieder getan. Erneut haben die Kassel Huskies ein verloren geglaubtes Spiel in einen Sieg umgemünzt. Dank vier Treffer in einem fulminanten Schlussdrittel besiegten die Schlittenhunde den EV Landshut mit 4:1 (0:1/0:0/4:0). Für das Team von Trainer Tim Kehler war es der siebte Erfolg nacheinander und gar der zwölfte Heimsieg in Serie.

Die Nordhessen traten im Vergleich zum Auswärtserfolg in Bayreuth nur leicht verändert an. Einzig auf der Torhüterposition gab es den Wechsel von Leon Hungerecker zu Jerry Kuhn.

Und auch im Spiel änderte sich zunächst im Vergleich zum Donnerstag nicht. Zwar hatten die Huskies nach nur 30 Sekunden durch Cornet den ersten gefährlichen Abschluss, der erste Treffer viel allerdings auf der Gegenseite. Einen schnellen Angriff über die rechte Seite vollendete Marcus Power zur frühen Führung für die Niederbayern (7.). In einem aus Kasseler Sicht eher blassen ersten Drittel gab es für die Nordhessen kaum nennenswerte Torchancen.

Dies konnten die Huskies im zweiten Drittel zwar ändern, doch waren der starke EVL-Goalie Dimitri Pätzold oder ein niederbayrischer Verteidiger stets im Weg. Und auch auf der Gegenseite spielte Jerry Kuhn mal wieder eine starke Partie und stelle den EVL vor Probleme. Die guten Torhüterleistungen zeigten sich auch bei gleich zwei Penaltys im Mittelabschnitt – je einen auf jeder Seite. In der 23. Minuten scheiterte Cameron an Pätzold, kurz vor Drittelende versuchte O’Brien vergeblich sein Glück gegen Kuhn. Zwischen diesen beiden Szenen gab es für jeden Goalie aber auch eine Schrecksekunde. Zunächst verlor Pätzold den Puck hinter seinem Eigenen Kasten, was die Gastgeber in Person von Eric Valentin aber nicht verwerten konnte. In der 36. Minuten brachte Huskies-Kapitän Denis Shevyrin seinen Goalie ins Schwitzen, als er vor dem Tor die Scheibe verlor. Doch Kuhn war bei allen drei Abschlüssen der Gäste zur Stelle.

Und so musste erneut das dritte Drittel die Entscheidung bringen. Und wie so oft in dieser Saison ging der Schlussabschnitt an die Schlittenhunde. Zunächst erlöste Derek Dinger seine Teamkameraden mit dem Ausgleich. Der Kasseläner zog nach gewonnenem Bully einfach mal ab. Pätzold hatte keine Sicht und so schlug das Hartgummi hinter ihm ein (47.). Die Huskies stürmten fortan auf das Gäste Tor und belohnten sich nur drei Minuten später. Und wie schon am Donnerstag war es Brett Cameron, der traf. Nach traumhafter Vorarbeit von Shevyrin drosch der Kanadier die Scheibe aus spitzem Winkel zur Huskies-Führung in die Maschen (50.). Nach weiteren Gelegenheiten von Olsen und Breitkreuz war es dann wiederum Brett Cameron, der für die Vorentscheidung sorgte. Gekonnt setzte er sich auf der linken Seite durch, zog vor den Kasten und schob humorlos unter die Latte ein (57.). Camerons zweiter Doppelpack binnen 48 Stunden. Die Huskies waren nun endgültig auf der Siegerstraße und ließen in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen. Anderthalb Minuten vor dem Ende setzte Ryan Olsen mit dem 4:1 ins leere Tor dann den viel zitierten Deckel auf die Partie.

Lange Zeit zum Feiern bleibt den Schlittenhunden aber nicht. Bereits am Dienstag steht das Auswärtsspiel bei den Tölzer Löwen an. Erstes Bully ist dann um 19:30 Uhr.