Mit 6:3 (3:1/2:1/1:1) setzten sich die Kassel Huskies am heutigen Abend gegen ihren Angstgegner, die Eispiraten Crimmitschau durch. Gegen die West-Sachsen, gegen die die Huskies zuletzt im September 2019 vor heimischer Kulisse gewinnen konnten, trafen Olsen, Shevyrin (2), Cornet (2) und Breitkreuz.

Sprichwörtlich wie die Feuerwehr kamen die Huskies aus der Kabine. Denn kaum hatten die Hauptschiedsrichter Fischer und Engelmann die Partie für eröffnet erklärt, da lag der Puck bereits das erste Mal im Crimmitschauer Netz. Ryan Olsen hatte sich im Powerplay vor Eispiraten-Goalie Michael Bitzer positioniert und Rutkowskis Schuss von der blauen Linie unhaltbar zum 1:0 abgefälscht (2.). Die Schlittenhunde drängten direkt auf den nächsten Treffer – und der Kapitän lieferte! Denis Shevyrin tankte sich vom rechten Flügel nach Innen und sorgte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zeitnah für das 2:0 (6.). Jetzt endlich wachten auch die Gäste aus West-Sachen auf, doch Ruderts Schuss sorgte zunächst ebenso wenig für Ergebniskosmetik wie Vigneaults Versuch kurze Zeit später. Doch mitten in das Crimmitschauer Erwachen herein platzte der dritte Kasseler Treffer. Philippe Cornet, der zuletzt untypischerweise fünf Partien ohne Treffer geblieben war, vollendete eine Kasseler Konter zum 3:0. Doch trotz dreier Nackenschläge gelang den Eispiraten der dringend benötigte Anschlusstreffer. Jerry Kuhn hatte sein Tor in Erwartung eines in die Rundung gespielten Pucks verlassen, ehe ihm ein Bandenfehler einen Streich spielte, die Scheibe direkt vor das verwaiste Tor beförderte, wo Patrick Pohl mühelos auf 3:1 verkürzen konnte (16.).

Auch im zweiten Drittel blieben die Huskies fokussiert. Gleich mehrfach ließen Lukas Laub (22.) und der befreit aufspielende Cornet (Pfostentreffer, 29., 30.) beste Chancen liegen oder scheiterten am tadellosen Bitzer. Auf der Gegenseite musste Jerry Kuhn immer wieder sein Können zeigen, so z.B. gegen Timo Gams, der von der Strafbank kommend völlig frei vor dem Kasseler Zerberus auftauchte (30.). Doch dann gelang den Huskies endlich wieder zählbares. Analog zum 2:0 war es abermals Denis Shevyrin, der mit Schwung über den rechten Flügel kam und Bitzer am langen Pfosten überwand. Und auch Phil Cornet durfte sich für seine Leistung ein weiteres Mal belohnen und traf zum 5:1 (38.). Doch postwendend zu Cornets Treffer brachte Eispirat Lukas Vantuch seine Mannen wieder ins Spiel und verkürzte auf 5:2 kurz vor Drittelende (38.).

Spannung war also auch im Schlussdrittel geboten. Und Chef-Pirat Mario Richer versuchte nochmal alles, tauschte sogar Torwart Bitzer gegen Backup Andryukhov. Doch die Huskies machten ihre Sache gut, hielten die bulligen Piratenstürmer so gut es ging von Kuhns Kasten weg. Einzig als Timo Gams in der 52. Minute frei vor Kuhn auftauchte und das 5:3 markierte, keimte nochmal kurz Spannung auf. Doch spätestens als Clarke Breitkreuz kurz vor Schluss ins leere Eispiraten-Tor traf, war der erste Dreier der laufenden Saison gegen Crimmitschau in trockenen Tüchern.

Mit dem Sieg gegen Crimmitschau perfektionierten die Mannen von Trainer Tim Kehler ihren persönlichen Monat Februar. Mit zehn Siegen aus zehn Spielen blieben die Huskies erstmals seit Februar 2008 einen ganzen Monat in der zweiten Liga ohne Niederlage.