Spielbericht

Huskies auch im Derby ohne Fortune

Dritter Spieltag, erstes Derby. Nach dem missglückten Saisonstart am vergangenen Wochenende hatten die Kassel Huskies am heutigen Freitag die Löwen Frankfurt zur insgesamt 156. Auflage des Hessenderbys zu Gast.

Foto: Sascha Schardt

Und die Partie startete heißblütig. Sieben Sekunden waren gespielt, da tauschten Oliver Granz und Löwe Pierre Preto in einem Faustkampf erste Nettigkeiten aus. Doch auch auf dem Eis entwickelte sich ein zumindest im ersten Drittel von Spannung geprägtes Derby. Ex-Husky Ryon Moser scheiterte frei vor Jerry Kuhn (1.) und auch Löwen-Goalie Jake Hildebrand konnte gegen Timo Gams (4.) eine erste Parade feiern. Insbesondere der wieder genesene Oliver Granz tat dem Spiel der Nordhessen gut und belebte die Reihe um Corey Trivino und Brett Cameron in der Abwesenheit von Jamie MacQueen. Doch zunächst war es Huskies-Topscorer Lois Spitzner, der in den Fokus rückte. In doppelter Überzahl wurde Spitzner im Slot freistehend angespielt und stellte auf 1:0 (12.). Doch die Löwen blieben gefährlich. Zunächst traf Schwartz im Powerplay nur den Pfosten. Besser machte es kurz darauf Youngster Preto, der einen Schlagschuss-Rebound von Kuhn zum 1:1 in die Maschen jagte (17.). Und die kalte Dusche sollte noch kälter werden: In Kasseler Überzahl zog Sykora über den linken Flügel auf und davon und drosch die Hartgummischeibe über Kuhns Schulter hinweg ins lange Eck (19.).

Und damit nicht genug. Bereits kurz nach Wiederbeginn verzockte sich der aus dem Kasten herausgeeilte Kuhn, verlor den Puck und hatte schlussendlich gegen Manuel Strodel und dessen Schuss ins verwaiste Tor das Nachsehen – 1:3 (22.). Die Huskies versuchten in der Folge vieles, ließen Einsatz und Kampf nicht vermissen – zu echten Torchancen genügte dies jedoch nicht. Tim Lucca Krüger verpasste den Anschluss in der 23. Minute nur knapp, ehe auch Olli Granz an Hildebrand scheiterte (25.). Mitten in die Kasseler Angriffsbemühungen stach Löwe Wruck, der einen Konter der Südhessen zum 4:1 veredelte (32.).

Dementsprechend anspruchsvoll schien die ausgemachte Aufholjagd vor dem letzten Drittel. Und trotz aller guten Wünsche, blieb diese am heutigen Tag aus. Schlussendlich zu ungefährlich und zu wenig zwingend präsentierten sich die Nordhessen im gegnerischen Drittel. Als sich die Schlittenhunde gegen Ende der Partie auch noch in Strafzeitentrouble brachten, machten die Löwen endgültig den Deckel drauf und erhöhten durch Moser (56.) Schwartz (57.) gar auf 1:6.

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