Eine ereignisreiche Eiszeit mitten im Kasseler Sommer: Während die Kassel Huskies die Chance auf den Aufstieg in die DEL für die kommende Saison 2021/2022 nur ganz knapp verfehlten, freut sich der Verein zugleich auf eine top renovierte Eissporthalle. Die konkreten Planungen für die aufwendige Renovierung laufen bereits seit Januar. Nun befindet sich die Umsetzung in vollem Gange. Seit mehr als 40 Jahren ist die Eissporthalle fester Bestandteil von Kassel. Damals von Frau und Herrn Kimm erbaut, bedeutet sie für viele Menschen aus der Region ein Stück Kasseler Kultur. Jetzt wird die Halle zunächst im Innenbereich umfangreich modernisiert und auf die aktuellen behördlichen Anforderungen und modernen Bedürfnisse der Fans angepasst. Weitere Maßnahmen für den Außenbereich sind bereits in Planung. Ein Großprojekt, das Region und Kultur zugute kommt.

Für die Region: Joe Gibbs und Paul Sinizin schaffen modernen Ort der Begegnung

Mitten in der Corona-Pandemie entstand 2020 eine Kooperation aus geballter Eishockey-Power: KSE- und Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs und der ehemalige Eishockey-Profispieler und Gesellschafter-Geschäftsführer der Dienstrad-Firma Bikeleasing Paul Sinizin haben sich zusammen getan, um ihrer gemeinsamen Leidenschaft für den Eishockey-Sport und ihrer Verbundenheit für die Region Ausdruck zu verleihen. Der gebürtige Kanadier Joe Gibbs und der mit 13 Jahren aus Sibirien gekommene Paul Sinizin bekamen den Eissport quasi in die Wiege gelegt, sind heute in der Kasseler Region zuhause und verstanden sich vielleicht auch deshalb auf Anhieb.

Schnell nahm die Idee des Hallenumbaus feste Formen an. Dass zu einer solchen Entscheidung nicht nur Leidenschaft, sondern auch eine gute Portion Mut gehört, dürfte klar sein. Denn die Zeiten waren vor allem im letzten Jahr ungewiss, während Pandemie-Verlauf und Lockdown die Planungen erschwerten. „Natürlich waren wir uns über die Herausforderungen bewusst“, erzählt Joe Gibbs, „aber wir dachten uns, dass gerade jetzt vielleicht auch genau der richtige Zeitpunkt für ein solches Projekt ist.“

Modernisierung für veränderte Bedürfnisse

Gibbs und Sinizin war es dabei von Anfang an wichtig, die langjährige Tradition und das Andenken an das Werk von Simon und Edith Kimm zu wahren und an die beeindruckende Historie zu erinnern. Der Entschluss, die Halle zu renovieren, beruhte vor allem auf den veränderten Bedürfnissen von Besuchern, Spielern und Veranstaltern, die die Zeit naturgemäß mit sich bringt. „Wir möchten die vertraute Grundstruktur auf jeden Fall erhalten“, erklärt Gibbs. „Die Qualität des Bauwerks ist hochwertig und die Substanz nach wie vor super. Aktuelle Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz erfordern jedoch nach der Zeit Anpassungen. Wir nutzen die Gelegenheit für eine Modernisierung und schaffen eine Halle, die Tradition und Moderne vereint.“

Ziel ist eine modernere, nachhaltige und energieeffiziente Halle, die zum zeitgemäßen Publikum passt. Neue LED-Lichter, moderne und umweltfreundliche Technik sowie bequeme Sitze aus nachhaltigen Materialien und ohne Plastik sollen eine attraktive und auch familienfreundliche Wohlfühlatmosphäre schaffen, die zum gemeinsamen Verweilen einlädt.

„Die letzten Monate waren hart – für die Spieler, für Veranstalter, für Künstler und für Besucher“, sagt Paul Sinizin, der das Projekt als Investor ermöglicht. „Wir alle mussten viel zurückstecken. Was gefehlt hat, war vor allem Freude, Spaß und geselliges Beisammensein. Gerade deshalb ist es uns wichtig, Fans, Spieler und andere Besucher nach einer so langen Zeit der Einschränkung mit der modernisierten Halle als einen Ort der Gemeinschaft wieder zu empfangen.“

Reinhold Bauch, Joe Gibbs und Paul Sinizin (von links).

Ein Herzensprojekt: Der Kreis schließt sich

Für die Renovierungsarbeiten setzen Gibbs und Sinizin wo möglich auf regionale Unternehmen. Und auch für die Planung haben sich die beiden ein vertrautes Gesicht an Bord geholt. Der Vellmarer Architekt Reinhold Bauch war bereits nach seinem Studium 1976 im Rahmen seines ersten Projektes in einem Baubüro an der Entstehung der Kasseler Eissporthalle beteiligt. Heute – mehr als 40 Jahre später – ist dies sein letztes Projekt vor dem Ruhestand.

Da die neue Saison bereits Anfang Oktober beginnt, wurde mit den Arbeiten im Innenraum begonnen, sodass Attraktivität und Sicherheit pünktlich zum Spielstart gewährleistet sind. Weitere Renovierungsarbeiten des Außenbereichs sind in Planung und werden im Verlauf der nächsten zwei bis drei Jahre umgesetzt.

Alle Informationen zu den Fortschritten sowie den Entwicklungen der Huskies werden fortlaufend über die bekannten Kanäle veröffentlich.