Dank starkem Unterzahlspiel und Philipp Maurer: Huskies siegen in Bietigheim
Die Kassel Huskies bleiben in der Fremde ungeschlagen. Am sechsten Spieltag setzten sich die Schlittenhunde bei den Bietigheim Steelers mit 2:1 nach Penaltyschießen durch. In der ersten Neuauflage des letztjährigen Playoff-Halbfinals machten sich die Nordhessen mit zahlreichen Strafzeiten das Leben selbst schwer, konnten sich aber auf ein starkes Penaltykilling und einen souveränen Philipp Maurer verlassen. Im Shootout sorgte schließlich Matt White für die Entscheidung.
Beide Mannschaften starteten zunächst abwartend in die Partie. Maurer musste bei einem Distanzschuss erstmals eingreifen (3.), auf der Gegenseite näherte sich Garlent über das kurze Eck an (8.). Anschließend kamen auch die Huskies zu ihren ersten besseren Möglichkeiten, doch Keck und Mieszkowski verpassten die Führung (9.). Kurz darauf scheiterte O'Donnell mit einem gefährlichen Schlagschuss an Noack (10.). Bietigheim wurde in dieser Phase vor allem nach schnellen Umschaltsituationen gefährlich. Zwei Unterzahlsituationen überstanden die Huskies anschließend schadlos, ehe sie kurz vor der Pause selbst zuschlugen: Garlent nahm die umkämpfte Scheibe im High Slot auf und bediente Martinovic, der aus kurzer Distanz zur Führung traf (20.).
Im Mittelabschnitt gerieten die Nordhessen erneut früh in Unterzahl (24.). Bietigheim erhöhte nun den Druck und kam zu guten Gelegenheiten: Racuk traf die Latte (29.), Büsing scheiterte am Schoner von Maurer (30.) und auch Fonstad fand aus dem Slot seinen Meister im Kasseler Schlussmann (30.). Wenig später mussten die Huskies erneut in Unterzahl agieren (31.), kamen durch Mieszkowski aber sogar selbst zu einer Chance (32.). Ein eigenes Powerplay blieb anschließend ohne Ertrag (36.), sodass die knappe 1:0-Führung auch nach 40 Minuten Bestand hatte.
Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Huskies zunächst die besseren Chancen. Garlent wurde direkt nach Wiederbeginn gefährlich (41.), ehe Keck allein auf Noack zulief, gleich zweimal aber am Steelers-Goalie scheiterte (42.). Danach bestimmten erneut Strafzeiten das Bild. Kassel musste innerhalb weniger Minuten zweimal in Unterzahl antreten (42., 45.), konnte beide Situationen aber überstehen. Auch das siebte Bietigheimer Powerplay war nach nur elf Sekunden beendet, nachdem die Gastgeber selbst eine Strafe kassierten (50.). In der Schlussphase prüfte Schams Noack aus der Distanz (55.), ehe Maurer auf der Gegenseite einen wuchtigen Abschluss von Dugan entschärfte (56.). Kurz darauf fiel dennoch der Ausgleich: Nach einem gewonnenen Bully bekam Fonstad zu viel Raum und traf zum 1:1 (56.). Selbst ein achtes Unterzahlspiel überstanden die Huskies anschließend und retteten sich damit in die Verlängerung.
Dort besaßen Garlent und White früh Möglichkeiten auf die Entscheidung (62.). In der Schlussminute scheiterte Weidner aus kurzer Distanz an Noack, ehe Maurer gegen Fonstad parierte und White auf der Gegenseite ebenfalls keinen Weg am starken Steelers-Torhüter vorbeifand (65.). Somit musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort avancierte Maurer endgültig zum Matchwinner und parierte alle fünf Bietigheimer Versuche. Nachdem zunächst auch Keck, White, Wilkie und Garlent ohne Erfolg geblieben waren, verwandelte White schließlich seinen zweiten Versuch zum 2:1-Sieg.
Damit nehmen die Huskies zwei Punkte aus Bietigheim mit und bleiben auch nach ihrem dritten Auswärtsspiel der Saison auswärts ungeschlagen.
Tore:
0:1 Martinovic (Garlent – 20. Min.)
1:1 Fonstad (Dugan – 56. Min.)
1:2 White (GWG – SO)