Foto: Julia Peter / DEL2
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Gegnercheck: Dresdner Eislöwen

Die lange Sommerpause ist vorbei, endlich geht es wieder um Punkte! Zum Saisonauftakt reisen unsere Huskies am morgigen Freitag zu den Dresdner Eislöwen. Um 19:30 Uhr fällt der erste Puck in der JOYNEXT Arena. Und der Spielplan hält für unsere Jungs gleich einen echten Kracher bereit: Der Rückkehrer aus der PENNY DEL hat sich im Sommer kräftig verstärkt und will wieder ganz oben angreifen. Unsere Schlittenhunde können also direkt zum Auftakt ein erstes Ausrufezeichen setzen. Auch die DEL2 richtet ihren Blick nach Dresden und hat die Begegnung zum Spiel der Woche erklärt.

Nur ein Jahr nach dem umjubelten Aufstieg mussten die Sachsen den Gang zurück in die DEL2 antreten. Die erste Spielzeit im Oberhaus brachte reichlich Lehrgeld mit sich. In Dresden richtet sich der Blick aber längst wieder nach vorne. „Unser Ziel bleibt, um die Meisterschaft zu spielen“, erklärt Geschäftsführer Maik Walsdorf im Sonderheft der Eishockey NEWS. Einen kompletten Neustart braucht es dafür aus Sicht der Verantwortlichen nicht: Ein Kern der Mannschaft ist geblieben, darunter mehrere Spieler, die bereits 2025 gemeinsam den Titel holten. Hinzu kommen die Erfahrungen aus dem DEL-Jahr und einige Neuzugänge, deren Namen aufhorchen lassen. Auf unsere Huskies wartet damit eine Mannschaft, die sich einiges vorgenommen hat.

Hinter der gegnerischen Bande treffen unsere Jungs auf einen alten Bekannten: Bo Subr ist seit diesem Sommer Cheftrainer der Eislöwen. Der ehemalige Huskies-Coach kam aus Ravensburg und unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag. Wie man die DEL2 gewinnt, weiß der Tscheche aus eigener Erfahrung. 2022 führte er Frankfurt zur Meisterschaft und zum Aufstieg, anschließend arbeitete er zwei Spielzeiten in Kassel. Mit Ravensburg erreichte er 2025 erneut das Finale. Damals musste er noch mit ansehen, wie die Eislöwen den Titel feierten. Nun soll er selbst dabei helfen, die nächste Meisterschaft nach Dresden zu holen.

Besonders im Blick behalten müssen die Schlittenhunde die wohl prominentesten Dresdner Neuzugänge: Tylor und Tyson Spink. Nach sechs Jahren bei den Schwenninger Wild Wings wechselten die Zwillingsbrüder gemeinsam an die Elbe. In Schwenningen gehörten sie über Jahre zu den Leistungsträgern im Angriff. Tyson brachte es dort auf 109 Tore und 96 Vorlagen in 282 DEL-Spielen, Tylor sammelte in 292 Einsätzen 71 Treffer und 136 Assists. Die Brüder verstehen sich auf dem Eis nahezu blind und sollen nun auch den Dresdner Angriff antreiben. Beide unterschrieben für zwei Jahre. Für unsere Defensive wird es darauf ankommen, dieses Zusammenspiel möglichst früh zu stören.

Dass sie dafür eine Liga tiefer spielen, nehmen die Spinks bewusst in Kauf. Im Interview mit der Eishockey NEWS machen sie deutlich, dass sie mit Dresden Erfolge feiern und den Weg zurück in die erste Liga schaffen wollen. Auch abseits des Eises passte das Angebot: Gemeinsam weiterspielen zu können und mit ihren Familien in Deutschland zu bleiben, war für beide ein wichtiger Punkt. Auf eine deutsche Meisterschaft warten die Zwillinge bislang noch – das soll sich bei den Eislöwen möglichst ändern.

Kurz vor dem ersten Spieltag gab es außerdem eine wichtige Nachricht für die Dresdner Kaderplanung: Tylor Spink und Dane Fox erhielten am Mittwoch ihre Einbürgerungsurkunden. Beide besitzen nun die deutsche Staatsbürgerschaft und belegen damit keine Kontingentstelle mehr. Fox wird die Mannschaft zudem als neuer Kapitän aufs Eis führen. Ihm stehen Drew LeBlanc und Tomas Andres als Assistenten zur Seite. 

Auch auf dem Eis gibt es ein Wiedersehen: Alec Ahlroth trägt künftig ebenfalls das Dresdner Trikot. Der Deutsch-Finne wechselte aus Ravensburg an die Elbe und trifft dort auf einen Trainer, der seine Stärken aus gemeinsamen Zeiten in Kassel und bei den Towerstars bestens kennt. Auch die Huskies-Fans wissen noch gut, was Ahlroth mitbringen kann: In seinen 199 Einsätzen für die Schlittenhunde sammelte er 103 Scorerpunkte. In Dresden will er wieder regelmäßig seine Torgefahr zeigen, soll aber auch mit seinem Tempo und der Arbeit nach hinten helfen. Am Freitag gilt es aus Kasseler Sicht natürlich, ihn möglichst wenig zur Entfaltung kommen zu lassen. 

Zusätzliche Verstärkung kam mit Jan Nijenhuis aus Krefeld. Der Angreifer hat bereits mehr als 200 DEL-Partien absolviert und kennt auch die DEL2 aus seinen Stationen in Ravensburg und bei den Pinguinen. Damit stehen Subr im Sturm reichlich Möglichkeiten zur Verfügung.

Ein weiterer Angreifer, dem unsere Jungs wenig Platz lassen sollten, ist Helewka. Der Kanadier kann selbst abschließen, seine Mitspieler einsetzen und bringt zugleich die körperlichen Voraussetzungen mit, um sich in den Zweikämpfen zu behaupten. Mit den Spinks, Fox und Helewka ist die Dresdner Offensive auch in der Spitze stark besetzt. Dahinter sorgen erfahrene Spieler wie LeBlanc und Andres sowie Neuzugänge wie Ahlroth für weitere Optionen. Sich allein auf eine Reihe zu konzentrieren, dürfte gegen die Eislöwen also kaum reichen. Gleichzeitig muss Subr aus den vielen guten Einzelspielern eine Mannschaft formen, die auch ohne Scheibe geschlossen arbeitet.

In der Abwehr soll Ryan MacKinnon seinen Teil dazu beitragen. Der kanadische Rechtsschütze kam aus Linz und bringt Erfahrung aus der AHL, ECHL sowie den ersten Ligen der Slowakei und Österreichs mit. Subr schätzt seine schnellen Entscheidungen, sein Schlittschuhlaufen und die Fähigkeit, in unterschiedlichen Situationen zu helfen. MacKinnon ist sowohl für das Powerplay als auch für die Unterzahl vorgesehen. Im Sonderheft beschreibt er seine Aufgabe zudem ganz bodenständig: hinten aufmerksam verteidigen, die Scheibe gewinnen und die starken Angreifer möglichst schnell ins Spiel bringen. Diesen Spielaufbau unter Druck zu setzen, wird eine der Aufgaben für unsere Offensive sein. 

Mit Oliver Granz, Simon Karlsson, Bruno Riedl und David Suvanto bleibt daneben ein eingespielter Teil der Defensive erhalten. Hinzu kommen unter anderem Gregory Kreutzer und die jungen Verteidiger Felix Krüger und Jacob Ficenec. Nicht mehr zum Aufgebot gehören dagegen Alec McCrea und Peter Přikryl. Zwischen den Pfosten ist Janick Schwendener weiterhin dabei. Neu im Torhüterteam ist Fabian Hegmann, ergänzt wird das Trio durch Marvin Berbner.

Dass die Eislöwen bereits gut in Schwung sind, zeigte ihre Generalprobe am vergangenen Sonntag. Gegen die Ravensburg Towerstars setzte sich Dresden mit 4:1 durch. Tylor Spink eröffnete den Torreigen auf Vorlage seines Bruders, anschließend traf Helewka doppelt. Andres setzte den Schlusspunkt. Im Tor stand Hegmann. Subr zog danach ein positives Fazit der Vorbereitung, sieht bei der Konstanz über die gesamte Spielzeit aber noch Luft nach oben. Für unsere Huskies gilt es, genau solche Phasen zu nutzen und die Gastgeber selbst immer wieder vor Aufgaben zu stellen.

Für Freitag rechnet der Dresdner Coach mit ordentlich Gegenwind unserer Huskies: „Wir wissen, dass Kassel am Freitag anders auftreten wird als noch in der Vorbereitung und mit viel Intensität kommen wird.“ Die Vorfreude auf den ersten Puckdrop dürfte auf beiden Seiten entsprechend groß sein. Bekannte Gesichter, namhafte Neuzugänge und endlich wieder Punkte auf dem Spiel – für einen packenden Auftakt ist alles angerichtet. Die Eislöwen wollen ihre Rückkehr in die DEL2 mit einem Heimsieg beginnen. Unsere Schlittenhunde wollen ihnen direkt einen Strich durch die Rechnung machen und die ersten drei Punkte mit nach Nordhessen nehmen!

Das Spiel kann wie gewohnt live bei SPORTEUROPE.TV oder über unseren WhatsApp-Liveticker verfolgt werden.

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