GegnerchECK: Düsseldorfer EG
Zwischen all den Heimspielen müssen unsere Huskies auch einmal auswärts ran. Die Anfahrtszeit ist dabei überschaubar: Es geht nach Düsseldorf!
Während die DEG sehr ordentlich in die Saison startete, setzte es seit Anfang November deutlich mehr Niederlagen als Siege. Seit November gingen die Rheinländer in den 13 gespielten Partien nur viermal als Sieger vom Eis. Negatives Highlight in dieser Phase war sicherlich das mit 3:6 verlorene Straßenbahnderby gegen die Krefeld Pinguine auf heimischem Eis, in welchem die Düsseldorfer bereits nach 28 Minuten mit 0:5 in Rückstand waren. Immerhin scheinen die Weihnachtstage, genau wie den Nordhessen, wieder für etwas Aufwind gesorgt zu haben - zumindest auf fremdem Eis. Aus Weißwasser und Regensburg konnten sie jeweils drei Punkte entführen, blieben zuhause gegen den EHC Freiburg aber ohne Punkte.
Nachdem die DEG zwischenzeitlich bis auf die Playdown-Ränge abgestürzt war, sorgten die zuletzt sechs Punkte aus drei Spielen immerhin dafür, dass sie derzeit wieder auf einem Pre-Playoff-Rang stehen. Dabei trennen sie aber nur ein Punkt von Platz 12, gleichzeitig aber auch nur drei Punkte von der direkten Playoff-Qualifikation mit Platz 6 - das Tabellenmittelfeld der DEL2 ist und bleibt eng!
Mit bereits 90 Gegentreffern stellen die Düsseldorfer eine der anfälligsten Defensiven der Liga. Dies spiegelt sich auch in den Statistiken der beiden Torhüter wider: Der noch junge Niklas Lunemann brachte es in 17 Einsätzen bisher auf eine Fangquote von 89,8%, der nachträglich mit einem deutschen Pass ausgestattete Ryan Bednard in 11 Einsätzen auf eine Quote von 89,2%. Zuletzt stand für die DEG dreimal hintereinander Lunemann zwischen den Pfosten, gut möglich also, dass gegen unsere Huskies Bednard wieder zum Einsatz kommt. Ansonsten tragen in der Düsseldorfer Hintermannschaft besonders die beiden Verteidiger Faber und Maginot die Verantwortung. Beide Spieler stehen pro Spiel durchschnittlich über 23 Minuten auf dem Eis - Faber sogar beinahe 24. Zum Vergleich: Bode Wilde, Huskies-Verteidiger mit der meisten Eiszeit, steht durchschnittlich knapp zwei Minuten weniger auf dem Eis, Bodnarchuk sogar drei Minuten weniger. Faber nutzte dabei die viele Eiszeit und steuerte bereits 17 Scorerpunkte bei, Maginot brachte es hingegen bisher erst auf acht Vorlagen.
Ansonsten hängt das Scoring der DEG in besonderem Maße von den drei Kontingentstürmern Hirano, Bradford und Linden ab, welche es bisher allesamt auf genau 26 Scorerpunkte brachten. Clarke, viertbester Scorer der Offensive, steht lediglich bei zwölf Punkten. Nicht an seine Zeit in Krefeld anknüpfen konnte Lucas Lessio. Während er in der vergangenen Spielzeit durchschnittlich jedes Spiel über einen Scorerpunkt sammeln konnte, steht er in dieser Saison bei nur acht Punkten aus 20 Einsätzen. Nicht zu unterschlagen ist an dieser Stelle Luca Tosto. Der während der laufenden Saison von den Augsburger Panthern verpflichtete Stürmer erzielte in seinen bisherigen zwölf Einsätzen fünf Tore und bereitete vier weitere vor.
Stürzen wir uns nochmal tiefer in die Statistikabteilung: Durchschnittlich 11,3 Torschüsse benötigen die Düsseldorfer, um ein Tor zu erzielen. Damit sind sie das drittineffizienteste Team der DEL2. Nur die Blue Devils und der ESV Kaufbeuren tun sich minimal schwerer Tore zu erzielen. Die Huskies benötigen hingegen nur 8,8 Torschüsse pro Tor und sind damit, sogar mit kleinem Abstand, das derzeit effizienteste Team der Liga. Immerhin kommt die DEG pro Spiel durchschnittlich zu ca. drei Torabschlüssen mehr und kann dieses Defizit somit zumindest etwas ausgleichen.
Auch die Special Teams der Nordhessen haben die Nase vorn. Das Powerplay der DEG ist mit 19,1% im Ligavergleich auf dem 9. Platz (Huskies: 22,5%, Platz 4), ihr Unterzahlspiel mit 75,7% auf dem 12. Platz (Huskies: 79,8%, Platz 8).
Spielbeginn im PSD Bank Dome ist morgen um 17:00 Uhr. Alle nicht nach Düsseldorf reisenden Fans können das Spiel live bei Sporteurope.TV verfolgen.