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GegnerchECK: EC Bad Nauheim

Besser kann man das neue Jahr wohl nicht starten: Morgen heißt es wieder Hessenderby-Heimspiel in der Probonio Arena! 

Nach einem durchwachsenen Saisonstart berappelten sich die Roten Teufel Anfang November und kletterten mit sieben Siegen aus 10 Spielen in der Tabelle aus der „Gefahrenzone Playdownplätze“. Im Folgemonat sah die Sieges-Bilanz dann wieder negativ aus. Von den vergangenen zehn Spielen verloren die Mittelhessen sieben. Zuletzt ging man gegen Crimmitschau, Ravensburg und Krefeld ohne Punkte vom Eis. In den letzten 120 Minuten erzielte Bad Nauheim nur ein Tor. Der Tabellenzwölfte (36 Punkte) liegt zwei Zähler vor Freiburg. Auf Platz 10 (Düsseldorf, 43 Pkt.) sind es aktuell sieben Punkte Differenz. 

Die Offensive ist weiterhin die Achillesferse der Teufel. Insgesamt wurden ligaweit die drittwenigsten Treffer (77) erzielt. Ein knappes Viertel aller Tore geht dabei auf das Konto von Jordan Hickmott. Mit 17 Treffern steht der Kanadier auf Platz 7 der Liga-Toptorjäger. Unter den besten 40 Punktesammlern der DEL2 findet sich kein Bad Nauheimer Stürmer. Der früh in der Saison nachverpflichtete Sebastian Bengtsson, der auch wegen mangelnder Spielpraxis zu Beginn nicht wirklich in Erscheinung trat und dann wochenlang auf der Tribüne saß, kehrte im Dezember zurück und liefert seitdem offensiv am zuverlässigsten ab. In 15 Einsätzen gelangen dem schwedischen Stürmer 14 Scorerpunkte (6 Tore). Bester Punktesammler im Team ist der kanadische Verteidiger Justin MacPherson. Der Freund von Huskies Top-Defender Bode Wilde belegt im DEL2-Ranking mit 25 Zählern (8 Tore) Platz 4 der punktbesten Verteidiger. 

Mit dem Überzahlspiel hadern die Teufel bislang über weite Strecken der Saison. 13,2% Erfolgsquote bedeuten Platz 13 im Ligavergleich. Nur Ravensburg (10,8%) erzielte weniger Powerplay-Treffer. Das Unterzahlspiel liegt mit 79,6% überstandener Situationen im Ligadurchschnitt.

Ein positiver Faktor sind die starken Leistungen von Torhüter Jerry Kuhn. Der Ex-Husky war in fast allen 26 absolvierten Spielen ein wichtiger Rückhalt und überzeugte mit einer Fangquote von 91,8%. Seine Vorderleute unterstützen den 39-Jährigen kontinuierlich besser und die Defensive wirkt insgesamt gefestigter als zu Saisonbeginn. Die Mittelhessen verfügen über einen relativ großen Kader und können in der Regel mit vier Reihen in die Spiele gehen. Cheftrainer Peter Russell kann damit am ehesten seine Idee verwirklichen, über die gesamte Spielzeit mit hohem Tempo und Einsatz durchzuspielen. 

Mitte Dezember lizenzierten die Verantwortlichen Verteidiger Daniel Kettler. Der 17-jährige Jungadler-Verteidiger trainierte zuvor bereits einige Wochen mit der Mannschaft und absolvierte mittlerweile seine ersten beiden Profispiele in der DEL2. Der gebürtige Mannheimer ist U18-Nationalspieler.

Verzichten müssen die Teufel auf die beiden Verletzten Philipp Kuhnekath und Patrick Seifert.

Nach dem schwachen Start lautete das Motto in Mittelhessen „ruhig bleiben“. Davis Koch, der sich aktuell selbst in aufsteigender Form befindet, sieht zudem deutliche Entwicklungsschritte. „Wir waren früh gefordert, uns zurückzukämpfen. Das haben wir geschafft“ erklärte er gegenüber der Eishockey News. Das zeige auch den Charakter der Mannschaft. 

Die Heimstärke der vergangenen Jahre konnte bisher nicht mit in die aktuelle Hauptrunde transferiert werden. In 15 Partien im Colonel Knight Stadion gingen neunmal die Gastmannschaften als Sieger vom Eis. Nur dreimal konnten die Hausherren sich die volle Ausbeute sichern und sammelten inklusive zwei Overtimesiegen und einem Sieg nach Penaltyschießen zuhause 15 Punkte. Nur Kaufbeuren (13 Punkte) hat daheim weniger geholt. Einige enge Heimspiele wurden zu Beginn der Saison teilweise unglücklich verloren. Auswärts entführte das Team von Peter Russell hingegen solide 21 Punkte (Platz 6).

Die zwei bisher gespielten Hessenderbys der Saison gingen an die Schlittenhunde. Mit einem 7:3 Sieg am zweiten Spieltag (und Ben Stadlers erstem Profitreffer) feierten die Huskies ein gelungenes Heimspieldebüt der neuen Spielzeit. Auch in Bad Nauheim behielten die Nordhessen die Oberhand. Kurz vor Weihnachten bestritt das Team von Todd Woodcroft eine starke Auswärtspartie im Kurpark und gewann mit 5:3.

Für die Mittelhessen beginnt 2026 sicherlich mit etwas Druck. Es gilt, die drei Spiele andauernde Negativserie zu beenden und kurzfristig den erneuten Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu schaffen. Bad Nauheim ist auswärtsstark und sicherlich hochmotiviert, den ersten Derbysieg der Saison einzufahren. Der ECK, übrigens das heimstärkste DEL2-Team, will den starken Auftritt vom Dienstag bestätigen und mit euch siegreich in das neue Jahr starten. 

Seid dabei, unterstützt das Team und bringt die Hütte zum Beben. Wer nicht in der Probonio Arena dabei sein kann, hat die Möglichkeit das Spiel live bei Sporteurope.TV zu verfolgen. Wir freuen uns auf euch!

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