Foto: Achim Keller / DEL2
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GegnerchECK: EHC Freiburg

Für die Huskies steht die nächste Auswärtsaufgabe an. Am morgigen Freitag geht es um 19:30 Uhr in der Echte-Helden-Arena gegen den EHC Freiburg.

Die Freiburger rangieren aktuell mit 53 Punkten aus 44 Spielen auf dem elften Tabellenplatz und zählen dennoch zu den formstärkeren Teams der vergangenen Wochen. Vier Siege aus den letzten fünf Partien unterstreichen den klaren Aufwärtstrend, einzig am Dienstag in Ravensburg musste man sich geschlagen geben. Noch vor wenigen Wochen war der EHC tief im Tabellenkeller versunken, seit dem Trainerwechsel im November – Juraj Faith übernahm für Martin Stloukal – zeigt die Kurve jedoch deutlich nach oben. Unter Faith gelangen den Breisgauern bereits zweimal Serien von vier Siegen in Folge. Bei noch acht ausstehenden Spielen wird inzwischen sogar wieder vorsichtig auf Platz zehn und damit die Pre-Playoffs geschielt, auch wenn Crimmitschau dort noch ein Polster von fünf Punkten besitzt. Gleichzeitig bleibt der Druck von unten bestehen: Bad Nauheim liegt mit 51 Punkten bei einem Spiel weniger in direkter Schlagdistanz, Weiden folgt mit 50 Zählern.

Die bisherigen Saisonduelle mit den Huskies waren geprägt vom vermeintlichen Heimvorteil. Am siebten Spieltag lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, den die Huskies mit 5:4 für sich entschieden. Beim Heimdebüt von Juraj Faith setzte sich der EHC mit 3:2 nach Penaltyschießen durch, ehe die Nordhessen im Januar mit einem deutlichen 5:1-Heimsieg antworteten – inklusive Hattrick von Benson.

Im Tor verfügen die Freiburger über ein Duo, dessen Statistiken gut zum Tabellenplatz passen. Patrik Cerveny kam bisher in 30 Einsätzen auf eine Fangquote von 89,8%, Fabian Hegmann steht nach 18 Spielen bei 89,2% und verbuchte einen Shutout. Durchschnittlich benötigen die Gegner 9,2 Torschüsse, um ein Tor gegen den EHC zu erzielen, was im Ligavergleich Rang elf entspricht. Insgesamt bleibt die Defensive jedoch anfällig: Mit 152 Gegentoren hat ligaweit nur Kaufbeuren (174) noch mehr Treffer kassiert.

In der Abwehr tragen vor allem zwei Akteure viel Verantwortung. Der Finne Sameli Ventelä ist mit 19 Scorerpunkten punktbester Verteidiger – bemerkenswerterweise ausschließlich durch Vorlagen. Alexander de los Rios folgt mit elf Punkten, ist aber ebenso noch ohne Torerfolg. Beide stehen auch in Sachen Eiszeit an der Spitze: Ventelä kommt im Schnitt auf 23:24 Minuten, de los Rios auf 21:30, während alle weiteren Verteidiger unter der 20-Minuten-Marke bleiben.

Offensiv ruht viel auf den Kontingentspielern. Fabian Ilestedt ist mit 50 Scorerpunkten (15 Tore, 35 Vorlagen) der mit Abstand wichtigste Angreifer, gefolgt vom scoringtechnisch besten Deutschen Nikolas Linsenmaier mit 39 Punkten und dem Finnen Eero Elo mit 36 Zählern. Zusätzliche Impulse erhofft sich das Team auch weiterhin von Neuzugang Lynden McCallum. Der Kanadier sammelte in seinen ersten sechs Einsätzen bereits sieben Scorerpunkte und scheint sich schnell eingefügt zu haben. Zudem kehrte Christoph Kiefersauer zuletzt nach Freiburg zurück und feierte am Dienstag in Ravensburg sein Debüt, wo er die vierte Reihe als Center anführte. Insgesamt benötigen die Freiburger durchschnittlich 10,3 Torschüsse pro Torerfolg, was Platz acht im Ligavergleich bedeutet und rund zwei Abschlüsse mehr sind als die Huskies benötigen.

Am Bullypunkt bewegen sich die Freiburger knapp über der 50-Prozent-Marke (50,1%). Positiv fallen dabei Christian Kretschmann (54,4%) und Travis Ewanyk (53,5%) auf. Besonders effizient ist Shawn O’Donnell mit starken 61,3%, trat allerdings deutlich seltener zu Anspielen an als seine Mitspieler. Die Huskies sind mit 56,5% zuletzt an Krefeld vorbeigezogen und sind nun das beste Bully-Team der DEL2.

Die Special Teams zeigen ein gemischtes Bild. Das Powerplay des EHC ist mit einer Erfolgsquote von 23,0% auf Rang vier angesiedelt, die Huskies stehen mit 26,1% auf Platz drei. In Unterzahl hingegen gehören die Freiburger zu den anfälligeren Teams: Mit 76,0% sind nur die Joker aus Kaufbeuren noch schwächer, während Kassel 79,7% seiner Unterzahlsituationen übersteht.

Die Huskies treffen damit auf ein Team im Aufwind, das sich nach schwieriger Saisonphase stabilisiert und im Kampf um die Pre-Playoffs wieder Selbstvertrauen gesammelt hat.

Das Spiel kann wie gewohnt live bei Sporteurope.TV verfolgt werden.

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