GegnerchECK: EHC Freiburg

Morgen heißt es wieder „Eishockeyzeit in Kassel“! Am 34. Spieltag ist der EHC Freiburg in der Probonio Arena zu Gast.

Nach einem Fehlstart in die aktuelle Spielzeit mit lediglich drei Siegen in den ersten 16 Partien schleppten die Wölfe nach der Länderspielpause eine ordentliche Hypothek mit sich herum. In dieser Phase wurden diverse Personalentscheidungen getroffen. Der Sportliche Leiter Peter Salmik wurde befristet freigestellt, durfte sein Amt nach der Deutschland Cup Pause aber wieder aufnehmen. Gleichzeitig wurde die Trennung von Cheftrainer Martin Stloukal bekanntgegeben. Kurz darauf stellte man mit Jurai Faith den neuen Mann hinter der Bande vor. 

Kurzfristig gelang es dem Tabellen-Dreizehnten die Rote Laterne an den ESV Kaufbeuren abzugeben, mittelfristig konnte der Anschluss an das Tabellenmittelfeld gehalten werden. Auf den wichtigen Platz 10 und die Düsseldorfer EG beträgt der Rückstand aktuell sieben Punkte. Bad Nauheim liegt mit 41 Zählern drei Punkte vor den Breisgauern. Ausgerechnet gegen diese beiden Kontrahenten und Tabellennachbarn holten die Wölfe vergangenes Wochenende nur einen Punkt. Bei der 2:3 Niederlage nach Penaltyschießen in Düsseldorf zeigte der EHC eine gute Leistung. Das 0:6 Debakel, beim wichtigen Spiel zwei Tage später in der Wetterau, war von vorne bis hinten eine Enttäuschung. Zumal man sich zuletzt generell eher auf dem aufsteigenden Ast wähnte.

Mit dem 2:1 Sieg am Freitagabend in Weißwasser fanden die Wölfe zurück in die Spur. In den letzten zehn Spielen gab es für den EHC nur dreimal nichts zu holen, sechs Mal fuhr man die volle Punktzahl ein. In der Formtabelle dieser Phase belegt Freiburg den fünften Platz.

In den letzten drei Spielen gelangen den Wölfen lediglich vier eigene Treffer. Die Torausbeute ist über die gesamte Spielzeit ein Manko. Dem Team gelingt es nicht ausreichend Chancen zu kreieren, die 837 Abschlüsse sind der niedrigste Wert der Liga. Daraus resultierten 84 Treffer. Nur Weiden und Kaufbeuren waren seltener erfolgreich. Auch 114 Gegentore sind kein guter Wert. Lediglich die Goalies des ESVK (130 GT) mussten häufiger hinter sich greifen. Die Special Teams des EHC präsentieren sich recht solide. Mit einer Gesamteffizienz von 99,1% pendelt man sich im Ligavergleich auf Platz 10 ein. Dabei nutzen die Powerplayformationen 21% ihrer Möglichkeiten. Aktuell sind lediglich vier Teams erfolgreicher in dieser Disziplin, nämlich Kassel, Crimmitschau, Krefeld und Landshut. Das Unterzahlspiel entspricht mit 78,1% Erfolgsquote in etwa dem Ligadurchschnitt.

Die Diskrepanz aus recht erfolgreichen Special Teams und dem tatsächlich kritischen Torverhältnis weist auf ein bestimmtes Problem hin. Den Wölfen fehlt das Secondary Scoring. Das bedeutet, dass außer einigen Leistungsträgern zu wenige Spieler regelmäßig punkten. „Wir haben zu viele Mitläufer“ benannte Headcoach Faith ein großes Problem in der Kaderstruktur seines Teams. Ein Spieler, der sich nach einer schwierigen Phase wieder berappelt hat, ist Shawn O’Donnell. Der 37-jährige Kanadier erzielte sieben Treffer in den vergangenen sieben Spielen. 

Dennoch suchen die Verantwortlichen rund um Salmik, auch auf den Kontingentstellen, nach Verstärkung. Zudem soll noch ein deutscher Angreifer verpflichtet werden. Zusätzliche Verpflichtungen würden sicherlich mehr Tiefe und Wettbewerb in den Kader zu bringen.

Dieser richtet sich nach wie vor an den bekannten Leistungsträgern auf. Der Schwede Fabian Ilestedt liegt mit 34 Punkten (7 Tore) aus 32 Spielen auf Platz 11 der DEL2-Topscorer. Im internen Ranking folgt ihm Eero Elo. Der finnische Flügelstürmer ist mit 19 Treffern der erfolgreichste Torjäger der Wölfe und muss in dieser Disziplin aktuell auch im Ligavergleich nur drei Spielern den Vortritt lassen. Punktbester Verteidiger ist ebenfalls ein Finne. Sameli Ventelä hat alle seine 15 Scorerpunkte mit Vorlagen gesammelt. Der Freiburger Top-Verteidiger wartet noch auf seinen ersten Saisontreffer. Ventelä wird von den Freiburger Fans in dieser Saison nicht unkritisch gesehen. Als gesetzter Special Team Spieler mit der meisten Eiszeit aller EHC-Cracks ist er enorm wichtig. Punktbester deutscher Spieler ist einmal mehr Nikolas Linsenmaier (12 Tore, 28 Punkte).

Eine der positiven Überraschungen ist sicherlich das Auftreten von Nachwuchs-Verteidiger Kilian Kühnhauser. Der 20-Jährige erzielte zudem seine ersten Profitreffer und steuerte bereits sieben Punkte (3 Tore) bei. Seine starken Leistungen wurden kurz vor Weihnachten honoriert. Kühnhauser erhielt frühzeitig einen Vertrag für die kommenden beiden Spielzeiten.

Verzichten müssen die Wölfe auf die Dienste der verletzten Spieler Maximilian Leitner und Chris Billich. Die Einsätze von Samuel Schindler und Fabian Ilestedt sind derweil fraglich.

Zweimal begegneten sich Wölfe und Huskies bisher. Es gewann jeweils die Heimmannschaft. Am 10. Oktober setzte sich der ECK knapp mit 5:4 in der Probonio Arena durch. Beim Rückspiel Ende November behielten die Breisgauer in der Freiburger Echte-Helden-Arena mit 3:2 nach Penaltyschießen die Oberhand.

Wir freuen uns auf euren Besuch und eure Unterstützung! Wer ist nicht in die Arena schafft, kann die Partie bei Sporteurope.TV verfolgen.

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