Foto: Melanie Feldmeier / DEL2
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GegnerchECK: Eisbären Regensburg

Für die Huskies geht es am Sonntagabend auswärts zu den Eisbären Regensburg, Spielbeginn in der Donau Arena ist um 17:00 Uhr.

Die Oberpfälzer spielen erneut eine starke Saison und stehen nach 40 absolvierten Partien mit 64 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Nach einer kurzen Durststrecke im Dezember, in der man fünf Niederlagen in Serie hinnehmen musste, zeigte die Formkurve zuletzt wieder klar nach oben. In den vergangenen zwölf Spielen setzte es lediglich drei Niederlagen, womit Regensburg aktuell zu den formstärksten Teams der DEL2 zählt. Zuletzt unterstrichen die Eisbären diese Entwicklung mit zwei Ausrufezeichen: Am vergangenen Wochenende besiegten sie die Ravensburg Towerstars mit 5:2, am Freitag folgte ein hart erkämpfter 1:0-Erfolg gegen die Starbulls Rosenheim.

Die tabellarische Situation rund um die Eisbären bleibt dabei hochspannend. Punktgleich mit Bietigheim (Platz 4) und Ravensburg (Platz 6) kämpft Regensburg gemeinsam mit Landshut um den begehrten vierten Rang und damit um das Heimrecht in den Playoffs. Der dritte Platz scheint mit aktuell zehn Punkten Rückstand zwar außer Reichweite, endgültig abgeschrieben ist in dieser Liga aber bekanntlich niemand.

Die bisherigen Saisonduelle mit den Huskies gestalteten sich allesamt knapp. Lediglich das erste Aufeinandertreffen konnten die Nordhessen für sich entscheiden, als sie sich mit 2:1 durchsetzten und über weite Strecken die Kontrolle behielten, im Schlussdrittel jedoch stark unter Druck gerieten. Die beiden weiteren Partien in der Probonio Arena gingen an die Eisbären: Im November siegte Regensburg mit 3:2, kurz nach Weihnachten folgte ein 4:2-Erfolg, der damals zugleich das Ende der Regensburger Durststrecke markierte.

Ein zentraler Faktor für die starke Saison der Eisbären ist ihr noch junger Torhüter. Jonas Neffin spielt eine überragende Spielzeit und gilt aktuell als bester Goalie der DEL2. In 33 Einsätzen kommt er auf eine Fangquote von starken 93,1%, wurde zurecht zum Torhüter des Monats Dezember gewählt und lieferte am Freitag beim 1:0 gegen Rosenheim einen Shutout mit beeindruckenden 53 Paraden. Sein Backup Konrad Fielder bringt es in neun Einsätzen auf eine Quote von 89,7%. Auch statistisch ist das Torhüter-Duo ligaweit führend: Durchschnittlich benötigen gegnerische Teams 12,1 Torschüsse, um ein Tor gegen Regensburg zu erzielen – Bestwert in der DEL2.

Defensiv agieren die Eisbären insgesamt sehr stabil. Mit 103 Gegentoren stellen sie aktuell die viertbeste Defensive der Liga, die Huskies liegen mit zwei Gegentoren weniger auf Rang drei. Auffällig ist dabei die gleichmäßige Eiszeitverteilung in der Abwehr. Guillaume Naud und Sean Giles kommen auf jeweils etwas mehr als 19 Minuten pro Spiel, was nur rund dreieinhalb Minuten mehr ist als bei Jakob Weber, der bereits die sechstmeiste Eiszeit erhält. Offensiv bleiben die Verteidiger der Eisbären im Ligavergleich jedoch eher unauffällig. Naud ist mit 17 Scorerpunkten noch der produktivste Verteidiger, Weber folgt mit zwölf Punkten, insgesamt geht von der Regensburger Defensive vergleichsweise wenig Offensivgefahr aus.

In der Offensive spiegelt sich diese Ausrichtung wider. Mit bislang 110 erzielten Toren stellen die Eisbären eine der schwächeren Angriffsreihen der oberen Tabellenhälfte. Nur fünf Teams haben weniger Treffer erzielt, von denen – mit Ausnahme von Crimmitschau – alle auf Playdown-Plätzen stehen. Auffällig ist jedoch die Effizienz: Regensburg benötigt im Schnitt nur 9,3 Torschüsse pro Torerfolg und ist damit hinter den Huskies das zweit­effizienteste Team der DEL2. Die Nordhessen liegen mit 8,3 Schüssen pro Tor in dieser Kategorie allerdings nochmals deutlich vorne.

Top-Scorer der Eisbären ist der in Kassel noch immer beliebte Ex-Husky Trivino mit 32 Scorerpunkten (11 Tore, 21 Vorlagen). Insgesamt sind vier der fünf punktbesten Spieler Kontingentstürmer: Neben Trivino sind dies Berardinelli (25 Punkte), Bracco (23) und Morley (22). Lediglich Slezak konnte sich als deutscher Spieler mit 24 Zählern in den Top-Fünf platzieren.

Ein möglicher Ansatzpunkt für die Huskies liegt am Bullypunkt. Hier zählen die Eisbären zu den schwächeren Teams der Liga. Lediglich Trivino gewinnt mit 53,9% mehr als die Hälfte seiner Anspiele, während Berardinelli (49,1%), Peter (44,5%) und Payeur (41,3%) teils deutlich darunter liegen. Die Huskies sind bekanntlich eines der stärksten Teams der DEL2 am Bullypunkt und könnten hier einen klaren Vorteil haben.

In den Special Teams zeigen sich ebenfalls interessante Kontraste. Das Powerplay der Eisbären ist mit einer Erfolgsquote von 18,9% ausbaufähig und rangiert aktuell auf Platz zehn. Die Huskies stehen mit 26,7% auf Rang drei der Liga. Dafür stellt Regensburg mit einer Quote von herausragenden 86,6% das mit Abstand beste Penaltykilling der DEL2, während Kassel mit 78,4% im Ligamittelfeld rangiert.

Auch abseits des Eises erwartet die Huskies ein stimmungsvoller Rahmen. Im Schnitt besuchen in dieser Saison 4.283 Zuschauer die Spiele in der Donau Arena – nur rund 100 weniger als in Kassel. Auch am Sonntag dürfte die Arena gut gefüllt sein, unter anderem da rund 700 Ehrenamtliche für ihr Engagement geehrt werden. Zudem werden nach dem Auswärtsspiel am Freitag in Crimmitschau und einem Abstecher nach Prag auch einige Huskies-Fans vor Ort erwartet.

Personell statteten die Eisbären zuletzt Noel Saffran von den Iserlohn Roosters mit einer Förderlizenz aus.

Die Huskies treffen damit auf einen defensiv sehr stabilen Gegner, der zuletzt stark in Form war und insbesondere in Unterzahl kaum zu überwinden scheint. 

Das Spiel kann wie gewohnt live bei Sporteurope.TV verfolgt werden.

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