GegnerchECK: EV Landshut
Morgen empfangen unsere Jungs den EV Landshut zum letzten Hauptrundenspiel! Alle Infos über das Team aus der Dreihelmelmenstadt bekommt ihr in unserem Gegnercheck.
Für den EV Landshut ist, im Gegensatz zu den fünf bestplatzierten Teams, in der Tabelle am letzten Spieltag noch Bewegung möglich. Und zwar in beide Richtungen. Ein Blick auf das aktuelle Klassement: Krefeld, Kassel, Rosenheim, Ravensburg und Bietigheim schließen die Saison auf den Plätzen 1-5 ab. Die beste Ausgangsposition für den letzten Top-6 Platz und die damit verbundene direkte Qualifikation für das Viertelfinale haben die Eisbären Regensburg, die aktuell mit 79 Punkten Position 6 innehaben. Landshut und Weißwasser folgen mit drei Zählern Rückstand (beide 76 Punkte). Landshut hat ein Torverhältnis von +8, Regensburg +6, Weißwasser -3. Wenn die Eisbären gegen Ravensburg verlieren und Landshut sich in Kassel durchsetzen kann, ist für die Niederbayern noch Platz 6 drin. Die Düsseldorfer EG kann von Platz 9 (74 Punkte) noch am EVL und den Lausitzer Füchsen vorbeiziehen. Crimmitschau hat sich mit Platz 10 den letzten Pre-Playoff-Platz geschnappt. Außerdem stehen mittlerweile beide Paarungen für die erste Playdown-Runde fest: Der EHC Freiburg trifft mit Heimrecht auf den letztplatzierten ESV Kaufbeuren. Zwischen Bad Nauheim und Weiden kommt es zum Teufels-Duell. Beide Teams gehen punktgleich (55 Zähler) in den letzten Spieltag und kämpfen im Fernduell noch um das Heimrecht in der Serie.
Für den EVL startete die Saison mit sieben Siegen aus den ersten zehn Partien sehr gut. Bis Mitte Dezember hatte das Team von Cheftrainer Uwe Krupp eine positive Bilanz vorzuweisen. Dann folgte eine Formkrise, in welcher der EVL innerhalb von sechs Wochen 12 von 16 Spielen, und damit ordentlich Boden in der engen Tabelle, verlor. Besonders in fremden Arenen taten sich die Niederbayern in der zweiten Saisonhälfte schwer. Bis zum 20. Februar verlor der EVL 12 von 13 Auswärtsspielen. Mit der enormen Unterstützung von über 500 mitgereisten Fans brachte der EVL dann endlich mal wieder einen Sieg (4:3 n.V.) in der Fremde zustande. Auch die beiden folgenden Spiele, somit drei Auswärtsspiele in einer Woche, in Crimmitschau (2:0) und bei den Bietigheim Steelers (6:3) wurden gewonnen. Nach der kleinen Auswärtstour folgten bedeutsame Heimsiege in den bayrischen Derbys gegen Kaufbeuren (5:2) und gestern gegen Rosenheim (3:2 n.V.). Die Formkurve zeigt aktuell nach oben.
Beim emotionalen Fan-Abend, der als Schulterschluss mit den treuen Anhängern vor der entscheidenden Phase der Saison diente, zeigte sich Krupp „massiv enttäuscht“ vom Verlauf der Saison, sieht aber auch „zu 100 Prozent das Potenzial“, wieder die Kurve zum Positiven zu kriegen. „Die Energie ist rübergekommen“ sagte Kapitän Andreas Schwarz, der unlängst seinen Vertrag bei seinem Heimatverein um ein weiteres Jahr verlängerte, nach dem Treffen, zu dem über 300 Fans erschienen waren. „Wir sind eine gefährliche Mannschaft“ schloss Krupp mit einem Ausblick auf die kommenden Aufgaben.
Diese Aussage lässt sich mit Zahlen belegen. Der EVL hat mit seiner, vor der Saison einer Frischzellenkur unterworfenen, Offensivabteilung die viertmeisten Tore aller DEL2 Teams erzielt. Besonders im Powerplay sind die Landshuter gefährlich. 28 Prozent aller Überzahlsituationen werden mit Toren abgeschlossen. Topscorer Tor Immo erzielte bereits acht Treffer in numerischer Überlegenheit. Der Schwede führt mit 62 Punkten (27 Tore) die interne Scoring-Liste an und liegt im Ligavergleich auf einem starken fünften Platz. Zweitbester Scorer ist Trevor Gooch. Der Amerikaner überzeugte bei seinem ersten Deutschland-Engagement mit 53 Punkten (24 Tore). Auch auf Platz 3 steht ein Kontingentspieler. Tobias Lindberg liegt bei 45 Zählern (27 Tore) und hat sich in Sachen Disziplin im Vergleich zu seiner Zeit in Crimmitschau massiv verbessert. Sammelte der Schwede bei den Westsachsen in 106 Spielen noch 190 Strafminuten, waren es in der aktuellen Saison nur noch 19 in 51 Spielen. Er und Landsmann Immo sind übrigens die einzigen beiden Landshuter, die zu sämtlichen 51 Hauptrundenspielen angetreten sind. Ligaweit ist das nur 30 Spielern gelungen, bei den Huskies Kapitän Jake Weidner und Simon Schütz.
Im Tor vertrauen die Landshuter auf das Duo Langmann/Dietl, die sich die Arbeit weitestgehend teilen. Jonas Langmann konnte in 29 Auftritten 17 Siege einfahren und 91% aller Schüsse abwehren. Philipp Dietl hat 11 Siege in 26 Einsätzen, und eine Fangquote von 90% vorzuweisen. Punktbester Verteidiger ist der Deutsch-Kanadier Wade Bergman, der im Ligavergleich auf Platz 5 der erfolgreichsten Defender liegt.
Nach Hauptrundensiegen steht es im Duell Landshut-Kassel 1:2. Beim ersten Aufeinandertreffen Ende Oktober unterlagen die Schlittenhunde mit 3:5 in der VR-Bank Landshut Arena. In den beiden folgenden Aufeinandertreffen behielten die Huskies die Oberhand. Beim Heimspiel am 25. Spieltag setzte sich der ECK zuhause mit 4:2 durch. Ende Januar entführte das Team von Todd Woodcroft mit einem 5:2-Sieg die Punkte vom Gutenbergweg.
Kommt zum letzten Hauptrundenspiel und bringt euch mit uns in Playoff-Stimmung! Die Partie kann wie gewohnt auch live bei Sporteurope.TV verfolgt werden.