Foto: Thomas Heide / DEL2
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GegnerchECK: Lausitzer Füchse

Zuletzt ging es in Richtung Süden und Westen, am Samstagmittag hat sich der Huskyschlitten aber auf den Weg in den Osten gemacht. Nächste Haltestelle: Weißwasser!

Die Lausitzer Füchse mussten sich zwar in vier der letzten fünf Spiele geschlagen geben, stehen aber dennoch auf einem an den eigenen Ansprüchen gemessenen starken siebten Tabellenplatz. Gleichzeitig ist die Tabelle in der DEL2 im Mittelfeld aber so eng, dass sie mit einer morgigen Niederlage theoretisch bis auf die Playdown-Ränge abrutschen könnten. Das erste Saisonduell mit den Füchsen konnten die Huskies knapp für sich entscheiden. Rutkowski und Turgeon sorgten für eine frühe Führung, Havlana und Sezemsky bescherten den Gästen den Ausgleich, ehe Mieszkowski im Schlussdrittel das einzige Tor erzielen konnte. Zudem konnten die Nordhessen das Duell in der Vorbereitung nach 0:2-Rückstand noch mit 5:2 für sich entscheiden.

Die Lausitzer Füchse stellen mit das beste Torhütergespann der Liga. Der Kanadier und Stammtorhüter Anthony Morrone erweist sich auch in seiner zweiten Saison in der Lausitz als zuverlässiger Rückhalt: In bisher 19 Einsätzen kommt er auf eine Fangquote von 91,7%. Sein Back Up Lennart Neiße kommt in lediglich fünf Einsätzen sogar auf eine Quote von 92,2% - unter allen Ersatztorhütern der zweit beste Wert der Liga! Dennoch kassierten die Lausitzer Füchse mit 72 Gegentreffern mehr oder in etwa genauso viele Gegentreffer wie die Nachbarn in ihrer Tabellenregion. Dies ist gerade darauf zurückzuführen, dass kein Team pro Spiel so viele Schüsse auf das eigene Tor zulässt. Knapp über 35 Schüsse gilt es für die beiden Torhüter durchschnittlich pro Spiel abzuwehren. Erwischt einer der Goalies mal einen schlechten Tag, kann es schnell bitter werden. Zum Vergleich: Die Huskies lassen durchschnittlich lediglich 25,8 Schüsse pro Spiel zu (Ligavergleich: Platz 2) – ein Unterschied von fast zehn Torschüssen. Im ersten Aufeinandertreffen war das Torschussverhältnis zur Schlusssirene 38:19 zugunsten der Schlittenhunde.

Die Verantwortlichen in Weißwasser nutzten so vor einiger Zeit die Gelegenheit, um ihre Defensive mit Markus Freis zu verstärken. Zwar fand der Ex-Husky für seinen Club noch nicht den Weg aufs Scoreboard, zeigte aber bereits mit einigen geblockten Schüssen sowie mit einem Faustkampf gegen den deutlich größeren Freiburger Lukas Mühlbauer bereits vollen Einsatz für seine neuen Farben. Auch die übrigen Akteure der Füchse-Defensive haben bisher Schwierigkeiten, sich regelmäßig in den Scorerlisten der Spiele einzutragen. Lediglich Havlena gelingt es, sich immerhin in jedem zweiten Spiel an einem Treffer zu beteiligen. Kontingentverteidiger Hjorth, welcher gleichzeitig der Feldspieler mit der zweitmeisten durchschnittlichen Eiszeit ist, brachte es in 22 Einsätzen auf sieben Zähler.

Aber auch im gesamten Team sind die Scorerpunkte relativ gleichmäßig verteilt. Mit aktuell 17 Zählern ist Lane Scheidl als einer der „üblichen Verdächtigen“, obwohl er bereits fünf Saisonspiele verpasste, Top-Scorer der Füchse. Seine beiden Reihen-Kollegen Nieleck und Breitkreuz (beide 15) sowie Jahnke stehen (16) stehen in der internen Scorerwertung knapp dahinter. Der Vollstrecker der Mannschaft ist mit bereits neun Toren jedoch eindeutig der kanadischen Kontingentstürmer Alexis D’Aoust. In punkto Effizienz bewegen sich die Lausitzer Füchse im Tabellenmittelfeld: Im Durchschnitt 9,8 benötigte Schüsse pro Tor bedeuten Platz 6 im Ligavergleich.

Auf ganzer Linie überzeugte bisher das Unterzahlspiel in der laufenden Saison. Lediglich die Eisbären Regensburg (88,9%) überstanden mehr Unterzahlsituationen schadlos als die Sachsen mit 84,3%. Ihr Überzahlspiel entspricht mit einer Erfolgsquote von 21,9% in etwa dem Liga-Durchschnitt.

Spielbeginn in der Eisarena Weißwasser ist um 17:00 Uhr. Das Spiel kann auch live über Sporteurope.TV verfolgt werden. 

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