Foto: Thomas Heide / DEL2
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GegnerchECK: Lausitzer Füchse

Zum Auftakt des vorletzten Hauptrunden-Wochenende wartet auf die Huskies ein weiteres Auswärtsspiel. Am morgigen Freitag geht es um 19:30 Uhr in der Eisarena Weißwasser gegen die Lausitzer Füchse – es ist zugleich das „Spiel der Woche“ der DEL2.

Die Füchse belegen aktuell mit 73 Punkten aus 48 Spielen den siebten Tabellenplatz und spielen einen bemerkenswert starken Saisonendspurt. Der Klassenerhalt ist bereits gesichert, darüber hinaus ist selbst die direkte Playoff-Teilnahme noch realistisch. Zwei Punkte trennen Weißwasser von Platz sechs, der Rückstand auf Rang vier beträgt neun Zähler und ist damit eher theoretischer Natur. Die Form spricht jedoch klar für die Sachsen: Aus den letzten zehn Spielen verloren sie lediglich zwei Partien, zwischenzeitlich gelang sogar eine Siegesserie von sechs Erfolgen. Trotz des jüngsten 0:3-Dämpfers zuhause gegen Ravensburg führt Weißwasser in diesem Zeitraum die Formtabelle mit 24 Punkten an, dicht gefolgt von den Huskies mit 21 Zählern. Folgerichtig verlängerten die Füchse zuletzt den Vertrag mit Cheftrainer Christof Kreutzer.

Die bisherigen Saisonduelle mit den Huskies folgten einem klaren Muster: Der jeweilige Gastgeber setzte sich durch. Zum Auftakt gewannen die Nordhessen zuhause mit 3:2, in Weißwasser drehten die Füchse ein Spiel nach 0:2-Rückstand noch in einen 5:2-Heimsieg. Das dritte Aufeinandertreffen in Kassel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, den die Huskies trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd der Gäste am Ende mit 8:4 für sich entschieden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor der Füchse steht zwischen den Pfosten. Anthony Morrone kommt in 33 Einsätzen auf eine starke Fangquote von 91,8%, wobei ihm gar ein Shutout gelang; Backup Lennart Neiße liegt bei 90,8%. Ergänzt wird das Trio von Pascal Seidel, der in drei Einsätzen sogar auf 93,9% kommt. Statistisch stellen die Füchse gemeinsam mit Rosenheim eines der besten Torhüter-Ensembles der Liga. Gegner benötigen durchschnittlich 11,7 Torschüsse für einen Treffer. Auffällig ist allerdings die enorme Schusslast: Mit insgesamt 1.666 zugelassenen Abschlüssen lässt Weißwasser ligaweit die meisten Schüsse zu, deutlich mehr als Crimmitschau auf Rang zwei dieser Kategorie. Die Huskies hingegen gehören mit 1.263 zugelassenen Schüssen zu den defensiv stabilsten Teams.

In der Defensive tragen Kyle Havlena und Eric Hjorth die Hauptlast. Havlena ist mit 27 Scorerpunkten – darunter neun Tore – der produktivste Verteidiger der Füchse und steht im Schnitt fast 23 Minuten auf dem Eis. Der Schwede Hjorth kommt bei 17 Punkten auf sieben Treffer. Beide sammeln über 20 Minuten Eiszeit pro Partie. Ex-Husky Markus Freis hat sich im dritten Verteidiger-Paar etabliert, steuerte bereits vier Vorlagen bei und blockte überdurchschnittlich viele Schüsse (42) bei rund 16 Minuten Eiszeit.

Offensiv verteilen die Füchse ihre Akzente auf mehrere Schultern. Punktbester Akteur ist Kanadier Lane Scheidl mit 40 Scorerpunkten, obwohl er neun Spiele verpasste. Clarke Breitkreuz folgt mit 33 Punkten und ist zugleich punktbester Deutscher, ebenfalls bei reduzierter Spielanzahl. Youngster Nieleck kommt ebenso auf 33 Zähler. Insgesamt liegt die Offensive mit 142 erzielten Toren im Ligamittelfeld, überzeugt aber durch Effizienz: Mit durchschnittlich 9,4 Schüssen pro Torerfolg rangiert Weißwasser ligaweit auf Platz vier – durchschnittlich benötigen sie exakt einen Abschluss mehr als die Schlittenhunde.

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich am Bullypunkt. Während die Huskies mit 56,8% die Liga anführen, kommen die Füchse lediglich auf 48,6% und belegen Rang 10. 

Die morgigen Gastgeber überzeugen hingegen in puncto Disziplin: Weißwasser ist das drittfairste Team der Liga und verbringt so deutlich weniger Zeit auf der Strafbank als die Nordhessen.

In den Special Teams liegen beide Mannschaften nah beieinander. Das Powerplay der Füchse ist mit 23,0% Erfolgsquote auf Rang fünf angesiedelt, direkt hinter den Huskies (24,4%, Platz 4). In Unterzahl zeigen sich die Sachsen etwas stabiler und überstehen 81,3% ihrer Unterzahlsituationen, während Kassel bei 79,7% liegt.

Die Huskies treffen damit auf ein formstarkes Team und einen nicht unwahrscheinlichen Gegner im Playoff-Viertelfinale.

Das Spiel kann wie gewohnt live bei Sporteurope.TV verfolgt werden.

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