Spielbericht

Im Mittelabschnitt gedreht: Huskies holen Heimsieg gegen Kaufbeuren

„Mund abputzen und weitermachen!“ – unter diesem Motto setzten sich die Kassel Huskies am heutigen Sonntagnachmittag mit 2:1 (0:1/2:0/0:0) gegen den ESV Kaufbeuren durch. Der Tabellenzweite aus Kassel tat sich über weite Strecken schwer mit dem Kellerkind aus dem Allgäu. Schlussendlich reichten jedoch dreieinhalb Minuten voller Effektivität, um die drei Punkte in Nordhessen zu behalten.

Dabei ließen sich die ersten Minuten aus Kasseler Sicht durchaus sehen. Mit einer waschechten Drangphase belagerten Daugaviņš (1.), Keck (1. & 2.) und Münzenberger (3.) den Kasten von Rihards Babulis im Tor der Buron Joker. Auf der Gegenseite war Ex-Husky Henri Kanninen der Dreh- und Angelpunkt im Kaufbeurer Offensivspiel. Und „ausgerechnet Kanninen“, möchte man sagen, war es schließlich auch, der in der 12. Minute nach einem starken Solo von McLellan per Querpass bedient wurde und die Partie mit dem 0:1 auf den Kopf stellte. Den Huskies war deutlich anzumerken, dass sie mit ihrer eigenen Leistung haderten. Bis zur ersten Drittelpause folgte keinerlei Reaktion der Schlittenhunde.

Im zweiten Abschnitt versuchte Dauerläufer Maciej Rutkowski dann, den Schlitten wieder in Fahrt zu bringen. Doch sowohl ein Abschluss nach Vorarbeit von Braun (23.) als auch eine sehenswerte Einzelaktion (29.) scheiterten am bis dahin tadellosen Babulis. Zwischenzeitlich musste auch Philipp Maurer eingreifen: Einen abgefälschten Schuss von Jonas Fischer aus kürzester Distanz entschärfte der Kasseler Torsteher im Spagat unter großem Jubel des Heubodens (26.). Spätestens ab der Mitte des zweiten Drittels fanden die Huskies jedoch besser in die Partie. Und so war es das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen – und ausgerechnet der nimmermüde Darren Mieszkowski –, das den Ausgleich brachte. Benson hatte den Puck sehenswert in dessen Lauf gelupft, Mieszkowski die Scheibe direkt genommen und unter den Arm von Babulis hindurch in die Maschen gejagt - 1:1 (34.). Die Huskies hielten den Schwung hoch: Turgeon ging einem Pass von Benson vor dem Tor hartnäckig nach und stellte kurz darauf auf 2:1 (37.).

Und auch das dritte Drittel war optisch eher etwas für Liebhaber. Die Huskies verzichteten weitgehend auf Offensivakzente und konzentrierten sich stattdessen auf solide Abwehrarbeit. Entsprechend limitiert blieben jedoch auch die Chancen der Gäste. Erst McLellan brachte Maurers Tor kurz vor Schluss noch einmal ernsthaft in Gefahr – doch der Zerberus der Huskies vereitelte den Versuch des kanadischen Mittelstürmers souverän. Mit einer Mischung aus Glück und Können retteten die Huskies das 2:1 über die Zeit und sicherten sich damit drei weitere Punkte für das nordhessische Konto.

 

Tore: 

0:1 Kanninen (McLellan, Zawatsky – 12. Min.)

1:1 Mieszkowski (Benson, Wilde – 34. Min.)

2:1 Turgeon (Daugavins, Benson – 37. Min.)

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