Spielbericht

Mit Spannung und Fortuna zum ersten Sieg: Huskies schlagen Füchse mit 3:2

Manchmal sind es genau die Spiele, die lange „unter Kontrolle“ wirken – und dann plötzlich doch noch einmal richtig spannend werden: Die Kassel Huskies setzten sich im ersten Playoff-Viertelfinale gegen die Lausitzer Füchse mit 3:2 (2:0/0:0/1:2) durch, lieferten dabei über weite Strecken eine konzentrierte Vorstellung ab, ließen es am Ende jedoch noch einmal richtig spannend werden.

Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend – mit offenem Visier auf beiden Seiten. Gleich zu Beginn leistete sich Bode Wilde einen unsauberen Aufbaupass, der Weißwasser direkt die erste Chance ermöglichte (1.). Im direkten Gegenzug waren allerdings auch die Huskies hellwach: Darren Mieszkowski kam nach feinem Zuspiel von Keck frei zum Schuss, scheiterte jedoch an Anthony Morrone im Kasten der Sachsen (1.). Kurz darauf durfte sich auch Valenti aus aussichtsreicher Position im hohen Slot versuchen, scheiterte jedoch ebenfalls am Lausitzer Keeper (3.). Doch dann war es eine Einzelleistung, die die Huskies auf die Anzeigetafel bringen sollte: Garlent hatte hinter dem Tor alle Zeit der Welt, zog entschlossen nach vorne und setzte die Scheibe über die Schulter von Morrone zum 1:0 (5.). Auf der Gegenseite rettete Maurer in höchster Not gegen Tripcke, der frei vorm Tor zum Abschluss gekommen war (9.). Kurz vor der Pause setzten die Huskies dann das zweite Ausrufezeichen: Vom Bully weg kam Valenti an die Scheibe, legte clever in den Slot auf den nachrückenden Laurin Braun ab und der traf humorlos zum 2:0 in den Winkel (17.).

Im zweiten Drittel verflachte die Partie etwas, ohne dass die Huskies die Kontrolle verloren. Die großen Highlights blieben rar, auch weil Morrone und Maurer einen guten Abend erwischten. Keck scheiterte im Powerplay mit einer Direktabnahme (32.), Benson fand im Konter ebenfalls keinen Weg vorbei (35.), und auch Weidner blieb mit einem Versuch aus der Drehung am Helm des Füchse Keepers hängen (39.). Kassel blieb spielbestimmend, verpasste es jedoch, den Deckel frühzeitig auf die Partie zu setzen.

Und genau das rächte sich im Schlussabschnitt. Zunächst ließ Garlent die große Vorentscheidung liegen, als er frei vor Morrone auftauchte, jedoch zu uneigennützig querlegte, statt selbst abzuschließen (44.). Im direkten Gegenzug bestrafte Adam Brady diese Nachlässigkeit und schob die Scheibe durch die Beine von Maurer zum 2:1-Anschluss ein (44.). Plötzlich war die Partie wieder offen. Weißwasser witterte seine Chance, doch Maurer hielt den knappen Vorsprung am Leben. Dann allerdings war Fortuna den Huskies hold: Valentis eher harmloser Schuss im Powerplay rutschte dem dabei unglücklich wirkenden Morrone durch die Beine – 3:1 (55.). Doch selbst dieser vermeintliche Wirkungstreffer brachte keine endgültige Ruhe. Weißwasser blieb dran – und kam tatsächlich noch einmal zurück: Nieleck verkürzte in Überzahl 30 Sekunden vor dem Ende auf 3:2 (60.). Mit viel Leidenschaft brachten die Schlittenhunde die Führung dann jedoch über die Zeit und sicherten damit die 1:0-Führung in der Serie.

 

Tore: 

1:0 Garlent (Bender – 5. Min.)

2:0 Braun (Valenti, Weidner – 17. Min.)

2:1 Brady (Nieleck – 44. Min.)

3:1 Valenti (PP – Wilde – 55. Min.)

3:2 Nieleck (PP – Scheidl, Havlena – 60. Min.)

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