Neuzugang Leon Willerscheid im Kurzinterview
Von den Adler Mannheim wechselte Torhüter Leon Willerscheid in diesem Sommer nach Kassel. Wir haben ein erstes Kurzinterview mit ihm geführt:
Du hast in Duisburg erstmals eine komplette Saison als Stammtorhüter im Seniorenbereich absolviert. Was hast du in dieser Saison über dich selbst gelernt?
Ich habe vor allem gelernt, wie wichtig es ist, auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Gerade als Torhüter gibt es Höhen und Tiefen während einer Saison. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass Selbstvertrauen und die Überzeugung in das eigene Spiel entscheidend sind.
Ist dir aus dieser Spielzeit ein Moment oder ein Spiel in Erinnerung geblieben, nach dem du dir dachtest: „So, jetzt bin ich wirklich im Profi-Eishockey angekommen!“?
Da gab es tatsächlich zwei besondere Momente. Zum einen mein erster Playoff-Einsatz im Profi-Bereich gegen Lindau - das war etwas ganz Besonderes. Zum anderen die Wahl zum Torhüter des Jahres in der Oberliga Nord. Diese Auszeichnung hat mir gezeigt, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat und war eine schöne Bestätigung für meine Entwicklung.
Torhüter gelten oft als Spätentwickler. Wo siehst du aktuell noch die größten Entwicklungspotenziale in deinem Spiel?
Ich glaube, dass ich mich in jedem Bereich meines Spiels noch verbessern kann. Ich möchte mich jeden Tag weiterentwickeln und mein Spiel Schritt für Schritt auf das nächste Level bringen.
Du bildest künftig gemeinsam mit Philipp Maurer und Alexander Pankraz ein sehr junges Torhüter-Trio. Hinzu kommt mit Chris Gibson ein junger Goalie-Coach, der bis letzte Saison selbst noch Profi-Eishockey gespielt hat. Vorteil oder Nachteil?
Ich sehe das ganz klar als Vorteil. Wir sind alle noch jung, haben große Ziele und wollen uns kontinuierlich weiterentwickeln. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem jeder den anderen besser machen kann. Auch Chris kann uns mit seinen sozusagen frischen Erfahrungen aus dem Profi-Eishockey sicherlich viel mitgeben.
Wie sah euer bisheriger Austausch untereinander aus?
Ich wurde in Kassel von Anfang an sehr gut aufgenommen. Der Kontakt zu den Jungs war direkt offen und unkompliziert. Wir haben uns nicht nur über Eishockey ausgetauscht, sondern auch privat schon einiges zusammen unternommen. Beispielsweise waren wir zusammen angeln oder haben uns zum gemeinsamen Grillen getroffen. Das macht den Einstieg natürlich deutlich leichter.
Wenn ein Huskies-Fan nach der Saison 26/27 über Leon Willerscheid spricht: Was hoffst du, wird er über dich sagen?
Ich hoffe, er wird sagen, dass die Huskies mit meiner Verpflichtung die richtige Entscheidung getroffen haben. Mein Ziel ist es, der Mannschaft bestmöglich zu helfen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen.