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Neuzugang Lucas Dumont im Interview

Aus Wolfsburg wechselte Lucas Dumont nach Nordhessen. Auch er hat sich in der Sommerpause die Zeit für ein kurzes Interview genommen:

Den deutlich überwiegenden Teil deiner Karriere warst du Stürmer. Zuletzt hast du aber auch in der Defensive ausgeholfen. Wie fühlt sich der Schritt an, nun mit der Perspektive nach Kassel zu kommen, dauerhaft als Verteidiger eingeplant zu sein?

Ich freue mich ehrlich gesagt darauf. Die Einsätze als Verteidiger in den letzten Jahren haben mir viel Spaß gemacht und ich habe gemerkt, dass ich mich auf der Position wohlfühle. Klar gibt es immer noch Dinge, an denen ich arbeiten muss, aber genau das macht es spannend. Dass Kassel mir dieses Vertrauen entgegenbringt, war für mich ein wichtiger Punkt.

Haben sich mit diesem Schritt auch die Spieler geändert, von denen du dir etwas abschauen möchtest – sozusagen deine Vorbilder?

Ein bisschen schon. Früher habe ich natürlich mehr auf Stürmer geschaut und darauf, wie sie offensiv Situationen lösen. Jetzt achte ich häufiger auf Verteidiger, die das Spiel gut lesen und in jeder Situation die Ruhe bewahren. Grundsätzlich versuche ich aber einfach, von guten Spielern etwas mitzunehmen – egal auf welcher Position.

Welche Fähigkeiten eines guten Verteidigers fallen einem ehemaligen Stürmer am schwersten zu erlernen?

Wahrscheinlich das ständige Vorausdenken. Als Stürmer reagierst du oft auf das Spiel, als Verteidiger musst du viele Situationen schon vorher erkennen. Das richtige Stellungsspiel und die Entscheidungen im eigenen Drittel sind Dinge, die mit der Erfahrung kommen. Da lerne ich immer noch dazu.

Du hast die DEL2 zwischen 2016 und 2018 zunächst mit den Dresdner Eislöwen, dann mit den Löwen Frankfurt kennenlernen dürfen. Das ist nun über acht Jahre her. Seitdem warst du, von vier Einsätzen für Weißwasser einmal abgesehen, ausschließlich in der PENNY DEL aktiv. In welchen Aspekten hat die Liga seitdem deiner Ansicht nach den größten Sprung gemacht?

Ich finde, das Niveau ist insgesamt deutlich gestiegen. Es gibt viele starke Mannschaften und die Liga ist extrem ausgeglichen geworden. Man merkt auch, dass die Organisationen professioneller arbeiten und viel investieren. Die DEL2 hat sich in den vergangenen Jahren wirklich stark entwickelt.

Auf den ersten Blick scheinst du in deiner Karriere noch nicht sehr viele Berührungspunkte mit Kassel und den Huskies gehabt zu haben. Täuscht das?

Ein bisschen schon. Direkt waren es nicht viele Berührungspunkte, aber Kassel ist natürlich ein Standort, den man im deutschen Eishockey kennt. Man spielt immer wieder gegen ehemalige Kasseler, spricht mit Spielern über den Standort und verfolgt natürlich auch, was in der Liga passiert. Deshalb war mir Kassel definitiv nicht fremd.

Blicken wir ein Jahr nach vorn: Was möchtest du nächsten Sommer rückblickend auf die Saison 26/27 sagen können?

Dass wir als Mannschaft eine erfolgreiche Saison gespielt und unsere Ziele erreicht haben. Für mich persönlich wäre es schön, sagen zu können, dass ich mich als Verteidiger noch einmal weiterentwickelt habe und dem Team helfen konnte. Und natürlich hoffe ich, dass wir gemeinsam mit den Fans viele gute Momente erlebt haben.

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