Neuzugang Till Michel im Kurzinterview
Zuletzt lief Till Michel für die Eispiraten Crimmitschau auf, nun folgte der Wechsel nach Nordhessen. Wir haben ihn für ein Kurzinterview getroffen:
Du kommst nun mit 22 Jahren nach Kassel und hast bereits zwei volle DEL2-Spielzeiten absolviert. Wenn du auf diese Zeit zurückblickst: In welchen Bereichen hat sich dein Spiel am stärksten entwickelt?
Ich würde sagen, vor allem im mentalen Bereich. Mit mehr Selbstvertrauen zu spielen und auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben, hat mir sehr geholfen. Außerdem sammelt man mit jeder Saison wertvolle Erfahrungen, die einen als Spieler weiterbringen.
Jetzt darfst du mal kurz angeben: Welcher Aspekt deines Spiels wird von vielen gerne unterschätzt?
Das ist schwierig zu sagen. Ich glaube aber, dass einige unterschätzen, dass es mir egal ist, wer mir gegenüber steht. Ich scheue keinen Zweikampf und bin bereit, auch dort hinzugehen, wo es mal weh tun kann.
Auch wenn du schon in ganz verschiedenen Ecken Deutschlands aktiv warst: Du bist in Hessen geboren und hast deine ersten Schritte bei den Löwen Frankfurt gemacht. Nun hast du dich für den Wechsel nach Nordhessen entschieden. Hat es eine Bedeutung für dich, nun deiner Heimat wieder deutlich näher zu sein?
Ja, auf jeden Fall. Für meine Familie ist es jetzt deutlich einfacher, mich regelmäßig besuchen zu kommen. Darüber freue ich mich jedes Mal, deshalb bedeutet es mir viel, wieder näher an der Heimat zu sein.
Letzten Sommer wechselte mit Louis Brune ein ehemaliger Huskies Kids-Club-Pate nach Crimmitschau, diesen Sommer wählst du als ehemaliger Eispiraten Kids-Club-Pate die entgegengesetzte Richtung. Standest du nach Saisonende noch mit Louis Brune oder einem der anderen Ex-Huskies im Kader der Eispiraten in Kontakt? Konnten sie dir einige Dinge mit auf den Weg geben?
Am meisten habe ich mit Louis gesprochen. Er hat mir viele hilfreiche Eindrücke mitgegeben und stand mir bei Fragen immer zur Seite. Auch jetzt tauschen wir uns noch aus, wenn ich etwas wissen möchte.
Du warst nun schon mehrmals zum Sommertraining hier in Kassel. Wie sind deine ersten Eindrücke?
Bisher durchweg positiv. Die Jungs, die ich bereits kennenlernen durfte, waren alle super nett, haben mir direkt alles gezeigt und mich von Anfang an sehr gut aufgenommen.
Wenn wir nach der kommenden Saison noch einmal zusammensitzen: Was müsste passiert sein, damit du sagst, dass diese Saison in Kassel für dich persönlich ein Erfolg war?
An erster Stelle steht für mich der Erfolg der Mannschaft. Persönlich möchte ich mich in einem Top-Team wie Kassel etablieren, mich weiterentwickeln und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche Saison spielen.