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SerienchECK: Lausitzer Füchse

Playoffs, Baby! 

Endlich beginnt die geilste Zeit des Jahres. Unsere Huskies treffen im Viertelfinale (einmal mehr) auf die Lausitzer Füchse. Spiel 1 steigt morgen um 19:30 Uhr in der heimischen Probonio Arena. Einen Ausblick auf die Serie und die Infos zum Gegner liefert euch unser SerienchECK

Mit keinem Team mussten die Schlittenhunde in den vergangenen Jahren häufiger die Schläger kreuzen als mit den Lausitzer Füchsen. 30-mal (!), inklusive dreier Freundschaftsspiele, trafen Füchse und Huskies seit 2022 aufeinander. Darunter waren zwei umkämpfte Viertelfinalserien. 2022 setzten sich die Schlittenhunde augenscheinlich „leicht“ mit einem Sweep gegen die Sachsen durch, die einzelnen Spiele erzählten aber eine andere Geschichte. Und als ob diese noch nicht fertig erzählt war, begegneten sich beide Teams im Jahr darauf erneut. Diesmal ging die Viertelfinalserie über die gesamte Distanz von sieben Spielen. Die Huskies behielten im entscheidenden Heimspiel die Oberhand und zogen in das Halbfinale um die DEL2-Meisterschaft ein. 

Nach der aktuellen Hauptrunde steht nach Spielen ein Unentschieden. Beide Teams konnten die Heimspiele für sich entscheiden. Dem knappen 3:2-Sieg Ende Oktober ließen die Mannen von Todd Woodcroft im Januar ein furioses 8:4 folgen. Beim 2:5 aus Sicht der Huskies war Mitte Dezember nichts zu holen. Und auch beim „DEL2-Spiel der Woche“, kurz vor Saisonende, blieben die Punkte in der Eisarena Weißwasser. Am Ende hieß es 3:1 für die Ostsachsen.

Die Füchse präsentierten sich über die gesamte Saison als ausgesprochen heimstark. Ganze 53 der insgesamt 79 eroberten Punkte sicherte sich die Mannschaft von Christof Kreutzer daheim. Nur Krefeld und Kassel waren zuhause erfolgreicher. Die Unterstützung der lautstarken Fans hat mit Sicherheit ihren Teil dazu beigetragen. Im Schnitt 2637 Zuschauer besuchten die Heimspiele in Weißwasser. 

Dass es am Ende mit der, lange in Reichweite gelegenen, direkten Playoff-Qualifikation nicht hingehauen hat, tut nun nichts mehr zur Sache. Als Tabellensiebter setze man sich im Pre-Playoff-Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau in zwei Spielen durch. Dem 3:2 nach Verlängerung in der heimischen Eisarena ließen die Füchse einen 6:2-Auswärtssieg im Sahnpark folgen. Herausragender Akteur des Abends war Lane Scheidl. Der kanadische Flügelstürmer erzielte vier Treffer. Gestern gaben die Füchse die Vertragsverlängerung mit dem 34-Jährigen bekannt. Der Hauptrunden-Topscorer der Füchse geht somit in seine fünfte Saison im blau-gelben Trikot.

Mit 43 Punkten (16 Tore) schloss Scheidl die Hauptrunde ab. Im internen Ranking folgten der frischgebackene „DEL2-Rookie des Jahres“ Lennard Nieleck mit 38 Punkten, davon ebenfalls 16 Tore und Charlie Jahnke (37 Punkte), der mit 17 Treffern der erfolgreichste Torjäger der Füchse war. Punktbester Defender war Kyle Havlena mit 28 Punkten, davon neun Tore. 

Die Last des Toreschießens wird auf viele Schultern verteilt. Weißwasser ist zweikampfstark und präsentiert sich mit enormer mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Disziplin ist ein weiterer positiver Faktor. Nicht nur, dass die Spieler das System der Coaches Kreutzer und Mücke geschlossen auf das Eis bringen, sie schaffen es dabei auch, verhältnismäßig wenige Strafen zu produzieren. Nur Crimmitschau und Weiden kassierten in der Hauptrunde weniger Zweiminutenstrafen. Insgesamt standen die Füchse in der Fairplay-Tabelle auf Rang 4.

Weißwasser agierte in den Special Teams sehr stabil. Die Gesamteffizienz lag bei 103,6 Prozent. Nur Krefeld, Kassel und Landshut sind hier erfolgreicher gewesen. Besonders in Überzahl zeigten sich die Füchse im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. In 23,5 Prozent aller Überzahlgelegenheiten konnten die Powerplay Einheiten einen Treffer erzielen.

Ausbaufähig ist das Bullyspiel. Mit 48,4 Prozent gewonnener Faceoffs verzeichnen die Füchse hier eine der wenigen „Negativ“-Bilanzen.

Im Tor vertrauen die Verantwortlichen auf Anthony Morrone. Als Starting-Goalie kam der 27-jährige Kanadier 37-mal zum Einsatz und konnte bei einer Fangquote von 92 Prozent 17 Siege feiern. Backup Lennart Neiße (19J.) gewann sieben seiner 13 Einsätze und hielt 90,8 Prozent aller Schüsse. Mit Pascal Seidel (Fangquote 93,9 %) kam noch ein dritter Torwart zum Zuge. Der 23-Jährige gewannen zwei seiner drei Einsätze. 

Während bei den Huskies alle Spieler fit sind, mussten die Füchse, neben Nils Elten und Nikita Knaus, zuletzt auch immer noch auf die Dienste von Louis Andres verzichten. Der Stürmer war bei den beiden vergangenen Viertelfinalserien gegen Kassel im Einsatz und sagte: „Was würde ich dafür geben, auch diesmal mit dabei zu sein…“. Ein Comeback des Stürmers sei in der laufenden Saison aber „leider unrealistisch“.

Wir freuen uns, gemeinsam mit euch zuhause in die heißeste Zeit des Jahres starten zu können. Die Probonio Arena muss beben und der gewohnte Playoff-Hexenkessel werden! Gemeinsam können wir alles schaffen!

Wer es nicht in die Arena schafft, hat wie immer die Möglichkeit, die Partie live bei Sporteurope.TV zu verfolgen.

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